Für The Rifles ist München inzwischen wohl fast zur zweiten Heimat geworden. Nachdem sie mittlerweile aus dem Atomic Café herausgewachsen sind, haben sie am Ostermontag zum Konzert im Backstage geladen, um ihr neues Album The Great Escape live zu präsentieren.
Bevor die vier Londoner die Bühne betreten, dürfen aber zunächst mal Fertig, Los! aus München ran. Julia Viechtl, Florian Wille und Philipp Leu sind in Münchner Live-Clubs schon länger keine Unbekannten mehr und kommen beim Publikum im Backstage auch erwartungsgemäß gut an. Da durch die kürzlich erfolgte Auflösung der Five!Fast!!Hits!!! in München ja demnächst wohl einige Support-Slots neu zu vergeben sind, werden wir Fertig, Los! in Zukunft hoffentlich noch öfter live sehen können.
Es folgt eine längere Umbaupause, während der die Nebelmaschine augenscheinlich öfter getestet wird als die Instrumente. Nachdem sichergestellt ist, dass das Londoner Wetter optimal simuliert wird, betreten The Rifles schließlich die Bühne. Die Herrschaften scheinen sichtbar glücklich, wieder in München zu sein, und verleihen dieser Begeisterung im Laufe des Konzerts auch des öfteren Ausdruck. Vor allem das Münchner Bier wird mehrfach gewürdigt, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sänger Joel Stoker, Gitarrist Lucas Crowther, Bassist Rob Pyne und Schlagzeuger Grant Marsh sich an diesem sonnigen Tag schon mehr als nur ein hopfenhaltiges Kaltgetränk genehmigt haben.
Aber Engländer sind ja trinkfest, und so legen The Rifles natürlich ein gewohnt starkes Konzert hin. Der Schwerpunkt liegt wie erwartet auf den Songs der aktuellen Platte, doch das Münchner Publikum hat seine Hausaufgaben gemacht und zeigt sich auch bei neuen Songs wie Science In Violence oder dem Titelsong The Great Escape beeindruckend textsicher.
Nichtsdestotrotz werden Klassiker wie She's Got Standards oder Repeated Offender natürlich besonders abgefeiert. Das gesamte Backstage tanzt, singt und hüpft, und die Stagediver springen fast schon im Sekundentakt von der Bühne. Als jedoch bei Romeo & Julie zwei arg jugendliche weibliche Fans die Bühne stürmen und versuchen, sich Bassist Rob Pyne an den Hals zu werfen, muss dann doch kurz ein Roadie einschreiten.
Fast schon traditionell verabschieden sich The Rifles mit Robin Hood vom ersten Album No Love Lost von der Bühne, um kurz darauf mit einem neuen Bier in der Hand den begeisterten Zugaberufen stattzugeben. Es folgen unter anderem noch Hometown Blues und Narrow Minded Social Scene, und als dann schließlich im Backstage endgültig die Lichter angehen, ist allen klar, dass es eine ganz große Freundschaft fürs Leben ist: München und The Rifles. Bettina Koch
(13.04.09)
Fürs Auge und die Ohren gibt es Ausschnitte vom Konzert auf dem Taubertal-Festival 2009 mit Songs wie She´s got Standards und Repeater Offender
Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...