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"Das war ja fast schon Strokes-mäßig!" Das Publikum im Atomic Café kann noch nicht so richtig glauben, was da gerade auf der Bühne zu sehen war. Unsere französischen Lieblingsrocker Neimo waren in München zu Gast und hatten neben ihrem Debüt-Album Moderne Incidental auch jede Menge Sex und Rock 'n' Roll im Gepäck.
Vorspiel: Für Pardon Ms. Arden ist das Atomic inzwischen vermutlich schon nicht mehr das zweite, sondern das einzige Wohnzimmer. Deswegen gelingt Alex, Nick und Tom auch, was sonst kaum eine Vorgruppe in München schafft: Das Publikum tanzt und schwitzt bereits, bevor der Headliner überhaupt nur in Sichtweite der Bühne kommt. Wenn das für Juni angekündigte Album auch nur ansatzweise hält, was die neue Single This ain't Indie! This is a revenge (was für ein Titel!) verspricht, ist der ganz große Durchbruch für das sympathische Trio sicher nur noch eine Frage von Wochen.
Zwischenspiel: Während der Umbaupause betritt eine Möchtegern-Marilyn-Monroe im beigen Blümchenkleid die Bühne und säuselt einige unverständliche Zeilen ins Mikro. Da gut Zureden nicht hilft, wird die deutlich angeheiterte Dame vom gar nicht erheiterten Atomic-Personal schließlich unter bemerkenswerk heftigem Widerstand zunächst von der Bühne und dann aus dem ohnehin gut gefüllten Club getragen.
Höhepunkt: Als Neimo kurz nach 22:00 Uhr die Bühne betreten, ist das Publikum nicht nur aufgewärmt, sondern heiß. Und die vier Franzosen bringen gleich mit dem Opener Can you call me die Stimmung noch weiter zum Kochen. Kaum zu glauben, das die Jungs gerade eben erst ihr erstes Album veröffentlicht haben. Camille (Gitarre), Bruno (Gesang), Matthieu (Keyboards) und Vincent (Schlagzeug) spielen, als hätten sie in ihrem Leben noch nie etwas anderes gemacht, als Cub-Bühnen zu rocken.
Während Moderne Incidental auf CD streckenweise ein bisschen harmlos wirkt, legen Neimo live noch einmal eine ordentliche Schippe Punk nach, und Sänger Bruno zeigt sich als unerwartet selbstbewusster Frontmann. Gänzlich frei von Berührungsängsten interagiert er mit dem Publikum und führt in bester Bowie-Manier mit charmanten, meist dreisprachigen Ansagen durch das Programm. Zu dieser Nonchalance gesellt sich im Laufe des Abends aber zunehmend eine Form von coolem Sex-Appeal, die Johnny Borrell wie einen schüchternen Chorknaben wirken lässt. Als der Junge sich dann bei Strip for me auch noch lässig auf die Bar schwingt und mit seinem mittlerweile bis zur Brust aufgeknöpften Hemd den Song unterm silbernen Glitzerbehang zu Ende singt, kann man die Herzen der Mädels im Publikum förmlich brechen hören.
Da vergisst man schon fast, dass neben Bruno auch noch drei andere Musiker auf der Bühne stehen, die ganz offensichtlich mit sehr viel Spaß bei der Sache sind. Die aktuelle Single Lines löst im Publikum noch einmal besondere Begeisterungsstürme aus, und dann lässt sich Bruno auf der mittleren Monitorbox nieder, um die gefühlvolle Nummer The Hourglass zu singen und dabei noch ein paar weitere Herzen zu brechen.
Klar, dass die Menge im Atomic Café nach dem letzten Song, dem energiegeladenen Johnny Five, nach einer Zugabe verlangt. Und so legen Neimo noch drei weitere Titel nach, bis man auch in der hintersten Ecke mitgekriegt hat, dass hier gerade einer der sensationellsten Live-Bands der Indie-Neuzeit auf der Bühne stand. Bettina Koch
(17.04.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...