| Holly Golightly: München |
| Monday, 04 May 2009 21:57 | |||
Wer sich am Sonntagabend trotz herrlichstem Biergartenwetter ins Atomic Café begeben hat, wurde von Holly Golightly and The Brokeoffs mit einem Konzert belohnt, das mindestens ebenso schön war wie der strahlend blaue Himmel über München.Wobei Konzert eigentlich gar nicht der richtige Ausdruck für die gut besuchte Veranstaltung ist. Lieder- und Geschichten-Abend trifft es wohl besser. Fast könnte man meinen, Holly Golightly und ihr langjähriger Bühnenpartner Lawyer Dave haben sich einfach ein paar Freunde ins heimische Wohnzimmer geladen, um bei dem einen oder anderen Bier einige Anekdoten aus ihrem Leben zu erzählen und diese ab und an musikalisch zu untermalen. So wird dann auch nahezu jeder Song mit den Worten "This is actually a true story" eingeleitet und tatsächlich von einer kleinen Geschichte begleitet. Vom "Kinderlied" bis zum "Halloween-Song" ist für jeden etwas dabei. Das Publikum lauscht andächtig und verleiht seiner Begeisterung nur zwischen den einzelnen Titeln Ausdruck durch leidenschaftliches Klatschen und Pfeifen. Die Rollen zwischen den beiden Musikern sind klar aufgeteilt: Holly verkörpert im wallenden Blümchenkleid das freche Country-Girl, Dave gibt dagegen den brummelnden Südstaatler, der sich von seiner britischen Bühnenpartnerin mehr als einmal wegen seines Akzents aufziehen lassen muss. "Er kann leider kein Deutsch. Ich versuche ja schon seit Jahren, ihm erst einmal Englisch beizubringen!" entschuldigt sich Holly beim Publikum, als Dave in seine Ansage zu Escalator das schöne deutsche Wort Rolltreppe einfließen lässt. Obwohl die beiden im Herbst ihr zweites Album Dirt Don't Hurt veröffentlicht haben, stammt der Großteil der Songs an diesem Abend vom gemeinsamen Debüt-Album You can’t buy a gun when you’re crying. Während Holly stimmlich die gesamte Country- und Blues-Bandbreite von Emmylou Harris bis Janis Joplin abdeckt, hält sich Dave meist im Hintergrund und unterstreicht den glasklaren Gesang seiner Partnerin mit Akustikgitarre oder Steel Guitar. Zu den Höhepunkten des Abends gehören aber eindeutig die Duette der beiden, wie zum Beispiel My 45 vom aktuellen Album. Nach einem fulminanten Getting High for Jesus bleiben Holly und Dave schließlich diskutierend auf der Bühne stehen wie ein Paar, das sich nicht entscheiden kann, ob die Party nun zu Ende ist oder nicht. Das Publikum nimmt den beiden die Entscheidung ab und fordert lautstark zum Weiterspielen auf. "Danke, dass ihr an einem Sonntagabend hier hergekommen seid", bedankt sich Holly am Schluss. "Ihr habt euch wirklich gut benommen, ich denke, wir laden euch nächstes Mal wieder ein." Es klingt, als hätten Holly und Dave noch viele Geschichten zu erzählen. Bettina Koch (03.05.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...