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Bat For Lashes: München
Tuesday, 12 May 2009 00:40

Bat For Lashes in MünchenBat For Lashes eröffnete im Münchner Ampere ihre Deutschlandtournee, ein auditives und visuelles Gesamtkunstwerk. Dabei entführte die Engländerin ihr Publikum auf eine magische Reise. "Time to stop and time to dream again", wie es auf ihrer MySpace Seite so passend heißt. Tine vom LAXMag war für euch dabei.

Natasha Khan alias Bat For Lashes trägt einen grau-silbernen hautengen Body. Über ihren Augen hat sie weißen Glitzer aufgetragen, unter dem rechten Auge schwarze verlängerte Wimpern gemalt. Magisch sieht sie aus, und paßt damit perfekt in ihre selbst gestaltete Bühnenkulisse. Diese verzieren weiße Puppenengel mit bunt leuchtenden Flügeln und kleine Marienstatuen. Auf dem Keyboard steht ein schwarzer Rabe und an den Wänden hängen die Köpfe von Antilopen. Das Drumset hat eine silberne Weihnachtsgirlande umgehängt bekommen, der Mikrofonständer leuchtet mit Hilfe einer Lichterkette. Kerzen stehen auf der Bühne, vereinzelt werden bunte Scheinwerfer angeworfen.

 

All das passt dementsprechend perfekt zur atmosphärisch veträumten kraftvollen und teils melancholischen Musik von Bat For Lashes. Mit Glass eröffnet die Inszenierungs- und Klangkünstlerin ihr erstes Konzert der Deutschlandtournee. Unterstützung erhält sie von Ben, Charlotte und Sarah, die an den Drums, dem Keyboard und dem Baß alles geben. Sofort verfällt man als Zuhörer ihrer hypnotischen Stimme, die am ehesten als eine Mischung aus Tori Amos, Paula Cole und Sarah McLachlan, mit einem Hauch von Björk beschrieben werden kann. Sie selbst empfindet ihre Musik als ein Mischung aus "dark time lovemaking, helloween when you are small and broken hearts".

Barfuß nach dem Opener und geschmeidig wie eine Katze bewegt sie sich auf der Bühne. Einer orientalischen Magierin gleich verzaubert sie mit ihrer Stimme und überzegt an allen Instrumenten. Mal nimmt sie Tamburin oder Rassel zur Hand, für das treibende Horse And I setzt sie sich an ihr elektronisches Cembalo und erntet bereits beim Anspielen des Motivs tosenden Applaus. Für viele Songs greift sie zu ihrer Glöckchenkette, die Verbindung zu ihrer pakistanischen Herkunft. Mit Stücken wie What’s A Girl To Do oder Pearls Dream bringt sie die Menge zum kochen. Dabei läuft sie über die Bühne und tanzt zu ihrer eigenen Musik. Melancholische ruhige Songs wie Sleep Alone lassen ihre Stimme in voller Bandbreite erklingen.

Zwei Zugabensets schenkt sie dem Publikum. Für Prescilla setzt sie sich an ihre Autoharp und läßt die Musik aus sich heraus strömen, interpretiert das Stück ein wenig melancholischer als auf Platte. Mit Daniel, der allerletzten Zugabe, verabschiedet sie sich mit einem fulminanten Finale und verläßt lächelnd die Bühne. Die Feuerprobe hat sie fantastisch gemeistert. Christine Bulla

(11.05.09)




Herbert Onderka 2009-05-13 16:08:48

Schöner Bericht! Kommen noch Bilder vom Konzert?
Dominik 2009-05-13 23:13:31

Hi Herbert! Danke der Nachfrage, aber leider gibts keine Bilder von dem Konzert,
da an dem Abend gleichzeitig noch Trail of Dead und Bell X1 gespielt haben und
unsere Redaktionskameras dort alles festgehalten haben.
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