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Bell X1 aus Irland sind hierzulande noch eher ein Geheimtipp. Dass die Band sich mit ihren catchy Popsongs aber hinter ihren Landsleuten wie Snow Patrol oder auch U2 nicht verstecken muss, bewies sie am Montagabend im 59:1. Sara vom LAXMag war dabei.
Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da traten Bell X1 an einem Freitagabend im äußerst spärlich gefüllten Atomic Cafe auf. Für die Iren, die in ihrer Heimat euphorisch gefeiert werden, dürfte das ein ernüchterndes Erlebnis gewesen sein. Nichtsdestotrotz sind sie an diesem Montag erneut in München zu Gast - diesmal im 59:1. Im Gepäck haben die fünf Herren ihr neues Album Blue Lights On The Runway, das in Irland wie gewohnt auf Platz 1 der Charts schoss und hierzulande nur wenig Aufmerksamkeit erregte.
Erfreulicherweise hat sich doch eine beachtliche Anzahl von Zuhörern zum Konzert eingefunden. Und das soll sich lohnen. Eröffnet wird der Abend nämlich von dem Iren Duke Special, den Bell X1 einfach mal in den Bus gepackt haben, wie sie später erzählen. Und was da als Support geboten wird, ist fast schon ein wenig sensationell: Der Sänger und Pianist fällt nicht nur durch sein extravagantes Äußeres auf - altertümlicher Anzug mit Rüschenhemd, kombiniert mit Dreadlocks und schwarzem Kajal - sondern vor allem durch sein unglaubliches Talent, das sich in jedem Ton offenbart. Noch dazu hat er erstaunliche Entertainer-Qualitäten, und so wird er vom Publikum dankbar gefeiert, wobei er dem einen oder anderen schon bekannt gewesen sein dürfte.
Dann heißt es Bühne frei für Bell X1. Mit How Your Heart Is Wired vom aktuellen Album wird das Set eröffnet und der Funke springt schnell über. Kein Wunder, denn die Popsongs der Band mit ihren catchy Melodien und der einprägsamen Stimme von Sänger Paul Noonan funktionieren live einfach perfekt. Die Stücke vom neuen Album, wie etwa A Better Band oder das sehr tanzbare The Great Defector fügen sich gut ins Set ein und werden vom Publikum ebenso begeistert begrüßt wie die älteren Hits wie Flame oder das melancholische Eve, The Apple Of My Eye, bei dessen ersten Tönen ein kollektives Seufzen durch die Menge geht. Rechts auf der Bühne werkelt Dave Geraghty vor sich hin, der sowohl am Klavier als auch an der Gitarre brilliert und jedem Stück mit seinen Parts das i-Tüpfelchen aufsetzt.
Bell X1 verstehen sich gut auf die ruhigen Töne, aber es geht auch ganz anders - wie etwa bei Tongue oder My First Born For A Song. Wenn Paul Noonan hier über die Bühne wirbelt und seine ekstatischen Tänze aufführt, mag man kaum glauben, dass er einst hinter dem Schlagzeug sein Dasein fristete - damals, als Bell X1 noch Juniper hießen und Damien Rice am Mikrofon stand. Daran erinnert nur noch das Minischlagzeug am Bühnenrand, auf dem Paul sich hin und wieder austoben darf. Salopp gesagt, der Frontmann ist eine ziemliche Rampensau, auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht.
Das Publikum schenkt der Band die gebührende Aufmerksamkeit und beweist sogar erstaunliche Textsicherheit. Ansonsten darf auch gerne bei den vielen Aahs und Oohs mitgesungen werden - dies tun die Zuhörer beim letzten Song Rocky Took A Lover noch, als die Band schon längst die Bühne verlassen hat. Bell X1 lassen sich nicht lang bitten und performen als Zugabe gemeinsam mit Duke Special das Cover I Fought The Law. Ganz zum Schluss gibt es noch das ruhige I'll See Your Heart And I'll Raise You Mine, bei dem es ganz still im Raum wird - bis auf ein paar Mädchen, die leise und wirklich gekonnt die Backgroundvocals mitsingen. Toll hört sich das an, die Bandmitglieder sind sichtlich gerührt und verabschieden sich mit vielen Dankesworten. Man kann fast sicher sein, dass sie gerne wiederkommen werden. Sara Haußleiter
(11.05.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...