| The Blood Arm: München |
| Thursday, 14 May 2009 17:34 | |||
"Let's destroy this venue!" Ein interaktives Konzert der besonderen Art spielten The Blood Arm im Münchner Atomic Café. Ob der Club noch steht, weiß LAX-Redakteurin Tina.
Die rote Schlaghose und das extravangente Rüschenhemd von Sänger/Gitarrist Gregor lassen die musikalische Richtung schon erahnen: Sixties-Rock mit einem Schuss Soul. Doch auch wenn der Junge sich fast heiser schreit und über die Bühne springt, als würde ihm seine Gitarre bei jedem Akkord einen elektrischen Schlag verpassen - das Publikum reagiert verhalten. Eigentlich schade, denn allein für die Leistung, nur mit Schlagzeug und Gitarre zu klingen wie die Rolling Stones auf einem psychedelischen Drogentrip hätten die beiden deutlich mehr Beifall verdient! Ebenfalls nicht zu verachten: Die gewagte, aber durchaus gelungene Version des Spandau Ballett-Klassikers Gold.
Was Gregor an überschüssiger Bewegungsenergie zu bieten hat, äußert sich bei The Blood Arm-Sänger Nathaniel in übermäßigem Redefluss. Vom ersten Song an macht er sich mit dem Publikum bekannt ("Hey you over there, what's your name?") und sucht sich in der ersten Reihe auch gleich eine neue Herzensdame namens Carlotta, nachdem seine am Vorabend in Innsbruck gefundene große Liebe Bernadette leider schon vergeben war. Im Laufe des Abends werden die Damen im Publikum unter anderem noch mit einer rosa Plastiktanne und einer Ananas beschenkt werden.
Zwischendurch machen The Blood Arm auch noch Musik, und das sogar ganz ordentlich. Das Publikum darf sich über eine gelungene Mischung aus Klassikern vom Debüt-Album Lie Lover Lie und Songs vom demnächst erscheinenden neuen Album freuen.
Da für letzteres noch kein Name feststeht, bittet Nathaniel eben mal das Publikum um Vorschläge. Der momentane Arbeitstitel für das neue The Blood Arm-Album lautet jetzt also Carlotta. Wir dürfen gespannt sein, ob sich der Titel bei der Plattenfirma durchsetzt.
Interaktiv geht es auch weiter, als Nathaniel, der ohnehin mehr Zeit vor als auf der Bühne verbringt, das Publikum auffordert, sich auf den Boden zu setzen und mit ihm gemeinsam den Song Angela zu singen. Lagerfeuer-Athmosphäre pur mitten im Atomic Café!
Bei Suspicious Character stürzt sich der Sänger abermals ins Publikum, lässt sich diesmal aber halb durch den Raum tragen und singt den Song halb an der Lichttraverse hängend zu Ende. Das Atomic-Personal guckt dazu etwas skeptisch, die Fans dagegen springen und singen, dass die Wände wackeln.
Vermutlich verleitet diese Erfahrung Nathaniel dann auch zu seiner eingangs zitierten Ansage vor der Zugabe PS: I love you but I don't miss you. Die Leute sollen ihm bitte in eine Ecke folgen und das Atomic Café zum Beben bringen. So teilt sich die Menge, und eine Hälfte folgt Nathaniel zur hinteren Bar, während die andere Hälfte weiter das instrumentale Geschehen auf der Bühne beobachtet.
Das Atomic Café steht am Ende zum Glück immer noch. Schließlich wollen wir da gern noch mehr derart unterhaltsame Konzerte erleben! Bettina Koch
(13.05.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...