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Cargo City: Logbuch-Eintrag 005 // 30.April.2011 // Münster
Sunday, 01 May 2011 23:00
Cargo City: Logbuch-Eintrag 005 // 30.April.2011 // Münster"Moin Tommy!" "Ihr Säcke...ich bin sauer!" "Oh ja, sorry...wegen der Geschichte mit der Pizza" "Was?" "Ähm...sorry wegen der Zigarette?" "Hä?" "Oh, sorry vielleicht, weil wir so lachen mussten?" "Warum? Was?" "Was regt Dich denn jetzt genau auf Tommy?" "Ihr wart so laut als ihr heimgekommen seid." "Oh ja, tschuldigung! Das wollten wir nicht..."
Tommys Erinnerungen scheinen Lücken aufzuweisen.

"Wie eine Klassenfahrt ohne Lehrer", so beschreibt Simon dieses nun seit fünf Tagen laufende Spektakel. Nacht war gut. Die Betten bequem. Gerne wären wir einfach doppelt so lange liegen geblieben! Ging aber nicht, da wir Malle, unseren Tontechniker, welcher von den Mikroboyʻs herrenlos am Düsseldorfer Bahnhof zurückgelassen wurden abholen mussten. An seiner Stirn klebte ein gelbes Post-It: "Bitte Wäsche waschen! Gruß, Mikroboy" Ein letztes Mal durch den Düsseldorfer Höllenverkehr. Hupend. Schreiend. Wir passten uns an. Auf nach Münster!

Dort waren wir schon oft und da wir wussten, was uns erwartet, konnten wir uns freuen. Überpünktlich angekommen, teilten wir uns erst mal nach Interessen auf. Malle wollte Wäsche waschen. Felix ein bisschen Ruhe genießen und sich auf ein Wiese legen. Als Tommy erfuhr, dass wir in der Stadt des Aasees sind, in der sich Schwan Peter Hals über Kopf in ein Tretboot verliebte, überredete er Nadine und Felix um sich gemeinsam dieses kulturelle "Must-See" einzuverleiben. Simon und Rafael wagten den Versuch sich unter die Münsteraner zu mischen, um sich in einem sehr hübschen Café die Bundesliga in der Konferenz anzuschauen. Aus gegebenen Anlass wollen wir hier nicht darüber reden oder gar etwas schreiben, bis auf "Aaaaaarrrrrrgggghhhhhhh!!!!"

Während die Eintracht haushoch verlor, legten die Anderen Malles Wäsche am See zusammen. Die Sonne schien. Sie waren glücklich. Rafael und Simon nicht. Nach dem Konzert gingen Malle, Felix und Tommy schon ins Bett. Halt! Stopp! Tommy? Was ist da los? Ja, Tommy kränkelt und musste sich schonen. "Auf ein Pils noch!", sagte sich das verbliebene Trio und es blieb sogar dabei. Früh ins Bett wären wir auch gekommen wenn Simon nicht sein niegelnagelneues iPhone im Taxi auf dem Heimweg verloren hätte. "Das kann nicht wahr sein!.....Warum? Ich pass immer auf den Kram auf...Verdammt!" Respektabler Weise waren wenig, eher keine Kraftausdrücke aus Simons Mund zu hören.

Prägnant war sein entgleistes Gesicht. Schnell trat Hoffnungslosigkeit ein, das Ding wieder zu finden, nachdem der fünfte Taxifahrer uns sagte, dass wir das vergessen könnten, Simons Handy jemals zurückzubekommen. Bestimmt 30 Min versuchte Rafael die Taxizentrale in Münster zu erreichen. Erfolglos. "Bitte warten Sie... Der nächste Mitarbeiter ist für Sie frei...". Pah, nix! Kein Mitarbeiter!! Mariachi-Trompeten, soweit wir uns erinnern können, rundeten die Ansage des Taxizentralen-Tonbands ab. "Rafael, jetzt geben wir es auf. Wir müssen schlafen. Ich kann nicht mehr", sprach Simon mit, verständlicher Weise, enttäuschter Stimme. "Nee, wir finden das Ding" Das Tonband der Telekom klingt fast identisch mit dem der Taxizentrale Münster, bis auf den Unterschied, dass nach 10 Minuten ein Mensch am Ende der Leitung ist.

"Ja, Telefon verloren. Ja, sperren lassen. Ja, schicken sie mir ne neue Karte. Ja, schicken Sie mir ein Angebot für ein neues Telefon. Ist denn Ortung möglich? Nicht möglich? Nur durch die Polizei in Entführungsfällen? Schade. Was? Wir sollen dem Telefon einen Mädchennamen geben und dann die Polizei rufen? Sie sind nicht lustig! Depp!" Aufgelegt.

Also Sachen packen und zum dritten Mal ein Taxi nehmen. "Simon! Ist das ein Skoda-Taxi? Simon!!!" Der Taxifahrer hatte schon Gäste und wollte losfahren. Rafael stoppte ihn. Ja das war er mit dem blauen Lenkrad... "Hey, hast Du ein Tele...?" "Handy? Habe ich Handy!" "Was? Wirklich?" Simon weint. Der Taxifahrer wird umarmt. Telefon zurück. Telefon entsperren lassen. Schlafen. Viel zu kurz wird die Nacht sein.

Felix schlechtester Wortwitz des Tages:
"Wenn dem Malle was nicht passt, dann Münst-er die Sache einfach um."
(Felix M. aus W. am Aasee / Münster 2011)



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