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17.09.09, Donnerstag. Folge 10. Immer Meer.
Babyblauer Himmel und Sonne. Yeah, wir haben unwahrscheinliches Glück. Raus aus den Federn, Badeshorts an und ab ans Meer! Die Stimmung ist gelassen, aus den Boxen dröhnt New Order, der Wind zischt durch die Haare. Gib mir mehr Fahrtwind! An uns ziehen Pinienwälder, Kiefern und Landhäuser vorbei, bis sich die Landschaft langsam lichtet.
Vor uns liegt Lacanau, das Surfer-Paradies am Atlantik. Am Fuß einer Düne des Plage Sud breiten wir uns aus, diesmal mit echtem Meerblick, eine Augenweide. Keine Augenweide dagegen: der nackte alte Mann mit dem weißen Hut und Pferdeschwanz, den Clemens entdeckt.
Das Flutwasser schießt bereits gefährlich weit hinaus auf den Strand, doch wir liegen hoch genug, um nicht berührt zu werden. Stefan und Clemens ignorieren die Warnung und stürzen sich gleich in die halsbrecherischen Wellen, die die beiden gleich wie winzige Sandkörner umher purzeln lassen, zurück zu sich ins Meer ziehen, kurz loslassen, um gleich wieder umso heftiger über sie herzufallen.
Wir amüsieren uns, Stefan und Clemens keuchen, vollgesaugt mit Salzwasser. Nach einer Runde Sonne baden, unternehmen Stefan und ich einen kleinen Spaziergang ins Herz von Lacanau mit Kokos- und Schokoeis.
Wieder zurück motiviert uns Mow und die Abendsonne zu Bandfotos. In Jeans und Shirts vergraben wir unsere Füße im Sand und versuchen die Augen offen zu halten. 3, 2, 1, Foto! Mow kniet und gibt Anweisungen. Ich fühle mich wie in meinem Sport-Scheck-Foto-Shooting auf Bali. Meine Hosen sind schon bis zum Knie eingetunkt, als der Salz-, Sand- und Wasser-Cocktail mich plötzlich vollkommen einhüllt.
Jeder darf einmal den anderen ins Wasser ziehen, die Fotos sind zum Glück im Kasten. Klatschnass und zittrig wecken wir Oppa, der sich in seine Decke verkrümelt hat, die Sonnenbrille noch auf. Auf, schnell zur lauwarmen Dusche! "Wir werden morgen alle so krank sein, Jungs!", sagt Stefan und schüttelt lächelnd den Kopf. Auf der Rückreise fahren wir auf der Suche nach einem Fischrestaurant über Le Porge, klingt gut. Kein perfekter Plan. Die Straße ist unbefestigt, dunkel und verlassen, wir sind mitten in der Pampa gelandet. Da war ein Reh! - Nein. - Doch wirklich!
In der Altstadt von Bordeaux wird richtig viel diskutiert bei Fisch und Profiteroles, dann ziehen wir durch die Nacht. Vergiss den Biorhythmus und gib ihm einen neuen Beat. Clemens / New Radio


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