| Poolstar*: Brühl |
| Friday, 09 October 2009 09:21 | |||
CRÈME BRÜHLÉE: Neues Wochenende neues Glück. Auf dem Programm diesmal: Brühl und Trier. Also endlich mal wieder Gelegenheit, ausgiebig unserem Lieblingshobby zu frönen. Nein, nicht etwa Sex, Drugs, Rock'n'Roll, das ist ja unser Job, sondern Busfahren. Insgesamt verbrachten wir an diesem Wochenende mal wieder ca. einen kompletten Tag (24h) im Bus. Im Vergleich dazu allerdings nur knapp 2,5h auf der Bühne. Stellt sich die Frage, ob wir uns überhaupt Musiker nennen dürfen, oder ob vielleicht doch „Busfahrer“ die korrekte Berufsbezeichnung wäre... Wie dem auch sei - nach den ersten 7h Bus (gefühlte 12) kamen wir jedenfalls körperlich wohlbehalten und geistig zumindest halbwegs intakt in Brühl an. Erste Überraschung: Der von uns erwartete kleine dreckige Jugendclub entpuppte sich als niegelnagelneues Gebäude mit eigenem Radiosender, Tonstudio und einer Veranstaltungshalle für ca. 800 Personen. Eigentlich ja sehr schön, wenn es denn fertig gewesen wäre. Zwar gab es 4 Wände und ein Dach und auch die Einrichtung war größtenteils schon da, allerdings waren wir zusammen mit den Kollegen von AMPLIFY wohl die ersten Bands, die dort jemals spielen sollten, so dass wir uns zwischendurch so ein bisschen wie Versuchskaninchen fühlten. Überraschend für uns auch, dass es sogar einen Vorverkauf gab. Einige unserer Fans scheinen also echte Spürnasen zu sein... sehr schön! Lobenswert aber auf jeden Fall das Catering. Es gab Steak vom Feinsten!!! Und das war auch noch richtig gut! Wir kommen also jederzeit gern wieder zum Essen vorbei! Angeregt von so viel Eisen und Vitamin B12 ließen sich Spree und Tour-Ed dann auch noch dazu animieren, Timmy und Dominik von AMPLIFY einen "reinzusingen". Tour-Ed ist übrigens Felix' neuer Künstlername. Wobei besonders sein Drive-by-Finger-Shooting-Kabarett-Programm „Das Tour-Ed-Syndrom“ sehr zu empfehlen ist. Nach den ersten Akkorden wurde uns schmerzhaft deutlich gemacht, was der Clubbetreiber damit meinte, als er sagte, dass die Halle akustisch noch nicht fertig sei. Dummerweise verbaten wir dem Tontechniker, unsere Fans an die Wand zu nageln, um den Sound zu verbessern. Hätten wir vorher geahnt, was das für unseren Sound bedeuten würde, hätten wir aber wohl den einen oder die andere geopfert... So klang das Ganze dann leider wie "Poolstar* rockt das Hallenbad". Dummerweise war es auf der Bühne sogar noch schlimmer als im Publikum, so dass bis heute keiner von uns genau sagen kann, ob wir tatsächlich die richtigen Songs gespielt haben, oder vielleicht doch aus Versehen das Tokio Hotel Set. Da es dem Publikum zu gefallen schien, gehen wir einfach mal davon aus, dass es doch das Poolstar* Set war... Nicht begeistert war allerdings Töffs Stimme, die sich dann auch kurzerhand nach der Hälfte des Konzerts verabschiedete und partout nicht mehr auf die Bühne wollte. Die alte Zicke! Von daher fiel dann leider auch die Aftershow-Party (mal wieder) aus. Stattdessen wurde Töff schnellstens in Sprees Familien-Labor gebracht, wo dann fleißig nach der Stimme gesucht wurde. Glücklicherweise hatte auch noch jeder einen Tipp, wo und wie die Stimme zu finden wäre, so dass wir am nächsten Tag erstmal mit einer schätzungsweise 3 Meter langen Einkaufsliste die nächste Apotheke ansteuern konnten. / 25.09.09
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