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Poolstar* berichten von ihrer Tour
Poolstar*: Kiel
Thursday, 15 October 2009 21:23
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KIEL oder: DAS LEBEN IST EIN SCHNAPSGLAS - WENN MAN ZU VIEL REIN KIPPT, LÄUFT ES ÜBER. Wie es zu dieser Erkenntnis kam? Lest selbst!

 

Das Wichtigste zuerst: Die LT-Lady is back in town! Nachdem wir ja die erste Hälfte der Tour ohne unsere geliebte LT (unser Bandbus), sondern mit Ersatz-Transit bestreiten mussten, ist die Gute nun dank Felix' Streichel- und Basteleinheiten wieder fit. Die Familie ist also wieder komplett. Klar, dass das ausgiebig gefeiert werden musste. Da traf es sich hervorragend, dass unsere Freunde von den DOG EARED PAGES zum Tanz bzw. zum gemeinsamen Rocken gebeten hatten. Es ging zum Punkrock-Festival nach Kiel.

 

Dank LT waren die knapp 400 Kilometer bis nach Kiel kein Problem. An der Pumpe angekommen wurden wir auch gleich mit Brötchen und Astra empfangen. Das ist doch mal Service! Spree war auch sofort begeistert, als er erfuhr, dass es keinen Soundcheck geben würde. Mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge... (Fußball, Bier und Heavy Metal)

 

Nachdem die Mädels von KELLERCHAOS gezeigt hatten, was ihr Musiklehrer ihnen so beigebracht hat, war es dann schon Zeit für Poolstar*. Zumindest laut Plan. Natürlich war für uns um 21:15 Uhr noch nicht wirklich Poolstar*-Zeit, sondern eher kurz nach dem Wachwerden, aber Plan ist Plan und das Leben kein Wunschkonzert.


Zu unserer Überraschung hatte sich der Laden auch tatsächlich bereits gefüllt. Noch größer war die Überraschung als der komplette Laden bereits bei den ersten Tönen abging wie Sprees Katzen. Hätten wir uns aber fast denken können, schließlich hatten wir schon vorher ein paar Itzehoer Visagen ausfindig gemacht und auf die ist bekanntlich immer Verlass. Nach der Hälfte des Sets war uns dementsprechend auch schon dermaßen heiß, dass wir langsam anfangen mussten, überflüssige Kleidung zu entsorgen. Viel geholfen hat es allerdings nicht, es wurde immer heißer. Das Publikum glücklicherweise auch, so dass wir zum Ende der Sauna-Show nur noch damit beschäftigt waren, herumfliegenden Körpern auszuweichen. Pünktlich zu Silverspoon wurde dann sogar der Moshpit - (oder sollte es etwa das Moshpit heissen? Nee - ohne sexistisch klingen zu wollen, Barbara, aber Moshpit ist ganz klar ne männliche Erfindung. Obwohl sich in Kiel auch die Mädels rege daran beteiligten...) Oder gleich so: THE Moshpit wurde kurzerhand AUF die Bühne verlagert. Aber das ist ja bei uns inzwischen schon Tradition in Norddeutschland...

 

Völlig fertig, aber mit stolz geschwellter Brust (wahrscheinlich waren auch noch andere Körperteile geschwollen...), überließen wir dann den Deppen (die wollen tatsächlich so genannt werden!) und „Manowar" das Feld. Wenn Ihr Euch fragt was Manowar auf einem Punkrock-Festival machen, fragt mal den Mercher von MÄNNERURLAUB, wie seine Band heißt... Den Rest des Konzertes verbrachten wir dann mit dem einen oder anderen Astra am Merchstand. Dabei sorgten die andern beiden Bands für ordentliche musikalische Untermalung.

 

Irgendwann ist allerdings auch der größte Kasten leer, und so begaben wir uns zu unserer Schlafstätte. „Wie langweilig" werden jetzt wieder einige denken. Wär's auch gewesen, wenn unsere Schlafstätte nicht gleichzeitig auch Wohnung von D.E.P.-Stefan und Ort der Aftershowparty gewesen wäre. Da die Party also quasi auf unsern Betten stieg, blieb uns ja nichts anderes übrig als daran teilzunehmen. So ein Pech aber auch...

 

Zum Glück für die Party hatten wir ja DJ Dr. HouZa an Bord, der einmal mehr seinen exquisiten Geschmack zur Schau stellte. („Ihr wollt Rock'n'Roll? Wartet, ich hab da noch ne Depeche Mode CD...") Leider hatte Spree versäumt die Eddings (oder heißt es Eddinge? Egal, ich nenne sie Eddies) nach dem Konzert wieder einzusammeln. So gelang es HouZa mal wieder, einen „Evil Eddie" auf der Party einzuschmuggeln. Sehr zum Leidwesen der weiblichen Partygäste, die sich nun über allerlei Old-School-Seemanns-Edding-Tattoos-zum-selber-Nachstechen freuen können. Profitiert haben davon allerdings die Chippendales, die von HouZa zunächst geliftet und dann mit männlichen Matrosenbärten versehen wurden. Für alle, die bis dahin noch nicht genug hatten, gab es dann noch die Karaoke-Version von „Fuck her gently" performed by „Dr. Houza and everyone who couldn't get out of the way". Gegen 7 Uhr morgens gingen dann aber sogar Stefans unermessliche Alkoholvorräte zu Ende, so dass wir beschlossen, jetzt alle rauszuwerfen und schlafen zu gehen. Dummerweise stellten wir fest, dass außer uns sowieso niemand mehr da war. Na ja, umso besser :) Am nächsten „Morgen" gab es dann noch ein üppiges Frühstück, bevor wir uns wieder auf unsere geliebte Autobahn nach Berlin begaben.

 

Bleibt festzuhalten, dass wir schon lange nicht mehr so perfekt versorgt wurden, und auch der Spaßfaktor ganz weit vorne lag, dazu noch das grandiose Publikum! Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: wir kommen wieder!!! Hoffentlich ist das jetzt keine schlechte Nachricht für Stefan.../02.10.09

 




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