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Poolstar* berichten von ihrer Tour
Poolstar*: Kinsau
Monday, 19 October 2009 21:12
Poolstar und die PolizeiIT’S A LONG WAY TO THE TOP IF YOU WANNA ALLGÄU!
oder:
Wie Teile Bayerns zum Testgebiet für A- und C-Waffen wurden

So, da wir ja ein innovatives Unternehmen sind, lassen wir uns immer mal wieder was Neues einfallen. Der letzte Schrei an Bord der MS POOLSTAR*: Blog schreiben während der Tour! Sonst haben wir das ja immer erst hinterher gemacht. Der potentielle Vorteil, den wir uns von dieser Innovation versprechen, liegt auf der Hand: Wir vergessen nichts mehr, und somit entgeht Euch auch nichts! Der Nachteil könnte natürlich darin liegen, dass dabei vermutlich ziemlich viel unreflektierter Mist zusammenkommt. Ihr könnt uns ja dann hinterher wissen lassen, was Euch besser gefallen hat. ;)



Im Moment ist auch eigentlich noch gar nichts passiert, da wir noch auf der Autobahn Richtung Kinsau sind. Was wir in Kinsau wollen? Da wohnt unser guter Freund Dieter (Funk). Und traditionell machen wir da immer Station, wenn wir unterwegs Richtung Richtig-Süden sind. Trifft sich auch super, denn mal eben 1000km nach St. Gallen reißt noch nicht mal der Indy500- und 24-Stunden-von-LeMans-Seriensieger Flixe „no sleep“ Kinniro ab. Wir sind also randvoll vergnüglicher Vorfreude auf einen gemütlichen bajuwarischen Abend mit ordentlich Augustiner und internationalen Grillspezialitäten inmitten Gleichgesinnter.

Natürlich wären wir nicht POOLSTAR*, wenn wir nicht an der erstbesten Raststätte in Bayern vom Trachtenverein „Grün-Weiße Rotznasen“ mit der russischen Drogenmafia verwechselt worden wären. Da Spree natürlich beim Anblick zweier VVVs (Vollhorste Voller Vorurteile) wieder seine Klappe nicht halten konnte (Töff hatte sich aufgrund früherer Erfahrung ein Maulkorbverbot erteilt, aber der ist ja auch schon länger Poolstarist*, dem „Neuen“ wurde also das Krawallieren nachgesehen), wurde aus der Routinekontrolle dann noch schnell eine komplette Auto- und Personendurchsuchung. Dabei hatten wir unseren LT doch extra mit dem aus Hamburg bekannten „Zirkus Knie“ Plakat getarnt. Wer das noch nicht kennt sollte – sofort Motor-Blog #5 gucken.

Vielleicht war es aber auch gerade diese Tarnung, die die beiden misstrauisch werden ließ. Oder sie haben nach dem Löwen gesucht. Wer weiß. Jedenfalls schienen beide ein bisschen überfordert zu sein mit 4x Berliner Humor. Anders können wir uns nicht erklären, dass der eine uns dann nach Durchsuchung des komplette Busses mit Instrumenten ernsthaft fragte: „So, Sie arbeiten also für den Zoo?“.... Vielleicht hat er aber auch einfach zu lange in HouZas Tasche gekramt...

Kleiner Nachtrag: wie wir später feststellen sollten hatte der kleinere der beiden Rotzlöffel es natürlich nicht für nötig befunden, die von ihm nach Essbarem durchwühlten Taschen nachher wieder zuzumachen. Das nahm Sprees Zahnpastetube dann auch gleich mal zum Anlass für eine kleine Exkursion durch den Rest seiner Reisetasche – natürlich nicht, ohne sich dabei des für eine freie Entfaltung hinderlichen Deckels zu entledigen... Auf jeden Fall eine sehr gute Motivation, nächstes Jahr dann doch mal wieder an der 1. Mai Demo teilzunehmen...

Noch 100km. Ich kann Kinsau schon riechen, glauben wir... Wahrscheinlich sind es sogar mehrere KinSäue...

Von wegen 100km! Nachdem wir von der Autobahn runter waren, mussten wir feststellen, dass die Straße nach Kinsau leider gesperrt ist. Wäre ja eigentlich kein Problem gewesen, schließlich gab es ja eine ausgeschilderte Umleitung. Dummerweise haben die aber scheinbar halb Bayern gesperrt, so dass wir statt der eigentlichen 10km nach Kinsau erstmal 40km über die Dörfer fahren durften. Das ließ uns genug Zeit darüber nachzudenken, warum wohl halb Bayern gesperrt ist.

Theorie 1: Deutschland ist endlich auch Atommacht, und Bayern wurde zum Testgebiet erklärt.

Theorie 2: Außerirdische sind gelandet und es handelt sich um eine Art Area 51.

Theorie 3: Beim Re-Programmieren der Matrix haben sie einen Teil vergessen.

Theorie 4: Die Wahlparty der CSU ist noch nicht zu Ende.

Glücklicherweise hatten wir aber erstklassigen Bayern1-Empfang, so dass wir die ganze Zeit unterhaltsame Volksmusik genießen konnten. Dabei haben wir sogar was gelernt. Zum Beispiel heißt Schopenhauer in Franken wohl Schoppenfetzer und der arabische Oberterrorist heißt hier Alpha-Lutscher. Hoffentlich begegnen wir dem nie...

Schließlich haben wir es aber doch bis zu Dieters Haus, oder eher gesagt Schloss Funk, geschafft. Aufgrund der Verspätung war auch bereits ordentlich angegrillt, was sich nach 9 Stunden im Auto natürlich anfühlte wie der Himmel auf Erden. Dazu gab’s wie immer Augustiner bis zum Umfallen. Ein sehr gelungener Abend mit vielen tiefgründigen Gesprächen, bei denen auch wieder einige Probleme der Weltbevölkerung kreativ gelöst wurden. ;)

Leider endete die Party dann relativ abrupt, weil HouZa es sich nicht nehmen ließ, seine Chemokeule rauszuholen und das Feuer auszupinkeln. Denn scheinbar hatte er vorher aus einem Bitterfelder Weiher getrunken oder sich in den letzten Tagen von den Ammoniak-Abfällen des Berliner Aquariums ernährt, denn die Gerüche, die bei seiner human Lösch-Action entstanden, waren wirklich nicht von dieser Welt und fielen sicher unter die Schwarze Liste der Genfer Menschenrechtskonventionen...

Die darauf folgenden Träume waren dann auch grausam, furchteinflößend und Schweiß treibend…/07.10.09


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