Die Hochkultur der Subkultur.
Hagen
Wednesday, 03 September 2008 01:00

Der Weg von Stuttgart nach Hagen war ein langer, der bisher längste der Tour. Und passt das Sprichwort, das ich mir jetzt gerade ausdenke: “Auf langen Wegen lauern Gefahren, aber kriegen tun sie einen nur auf den längsten!“. Diese Weisheit sollte sich einmal mehr bewahrheiten.


 

In Hagen angekommen, griff Olli (Sänger von the Age of Sound und bis hierhin anonymer Ghostwriter dieses Eintrags) wie immer voller Vorfreude in seinen Rucksack, um seinen Kulturbeutel herauszuholen. Als die Hände in den Sack glitten, fühlte es sich ungewohnt feucht an...Ein Haarpflegeprodukt war ausgelaufen, weshalb der Griff nach dem mit grünem Gel vollgeschleimte Lederbeutel beim Sänger spontan Assoziationen einer Geburtshilfe aufkommen ließ.

Die Tour drohte zu scheitern. Der in Schock verfallene Musiker wurde schnellstmöglich zur Delphintherapie gefahren, wo genügend Teile seines Verstandes gerettet werden konnten, um die Tour fortzusetzen...allerdings nur die Tour. Sein normales Leben wird er aufgeben müssen...

Dann ging es zum Club, wo am Abend eine Art Happy-Birthday-Privat-Gig für eine Freundin und unterkunftgewährende Retterin der Bands gespielt wurde (vielen Dank an die Edelfrau Britta!).
Auf dieser Feier trat neben the Age of Sound und Kazimir noch eine weitere Band mit dem recht unkonventionellen Namen Hodensack auf, welche den Abend mit ihren epischen Oden über Brötchenmänner verjazzten.

Es wurde wieder spät...

Der nächste Tag begann um 15:30 Uhr.

Es lag kein Auftritt an, keine Fahrerei, es wurde einfach gelebt = geschlafen. Aber die Zeit wurde auch zum Waschen genutzt, weshalb auf dem Dachboden, auf dem auch genächtigt wurde, schnell eine Art Wald aus den frischgewaschenen Klamotten von zehn Leuten entstand. Man muss es wohl selbst erlebt haben, um die Faszination zu begreifen, die solch eine Anzahl von Wäsche auf jemanden ausübt, der darunter schläft. Trocknende Wäsche kann so viel Spaß machen!

Wie schon beim letzten Off-Tag in Köln gingen abends Teile der Truppe ins Kino, um Batman zu zelebrieren. Der Rest kümmerte sich daheim um die stark vernachlässigten Biervorräte. Man braucht Konstante auf Tour. Sooo wichtig! ... Und ein einzelnes hier ungenanntes Mitglied der Gang sammelte nach eigenen Aussagen ernüchternde Erfahrungen mit der Travel Pussy ...




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