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5 Fragen an: Festival
Wednesday, 02 December 2009 01:00

Wenn das mal kein grosses Kino ist: Eine Band namens Festival - im Interview beim LAXMag.Ihr Debütalbum Come, Arrow, Come! erschien bereits 2008 - doch das war erst der Anfang der Bandgeschichte von Festival. Mit uns sprechen die Schwestern Alexis und Lindsay über neue Projekte, das Musik machen zusammen unter Schwestern und Willkommenssnacks in Europa.

Ihr seid ja Schwestern. Habt ihr schon immer Musik zusammen gemacht? Und seit wann gibt es eure Band Festival?

Alexis: Als wir klein waren haben wir viel Kreatives zusammen gemacht, wie zum Beispiel Thaterstücke aufgeführt oder neue Michael Jackson-Videos erfunden, die wir im Wohnzimmer oder dem Hinterhof dann aufführten. In unseren Teenager-Jahren waren wir beide was Kreatives betraf eher verschlossen. Ich war öffentlicher mit meiner Musik, sang in Chören. Lindsay hat sich selbst Klavierspielen beigebracht und schreibt seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr eigene Songs. Es hat etwas gedauert bis wir es geschafft haben unsere Stile und musikalischen Hintergründe zu verbinden. Dann begannen wir zusammen Lieder zu schreiben, das war 2005. Nachdem wir erst einmal damit begonnen hatten ging das sehr einfach.

Lindsay: Ich glaube wir sind musikalisch immer um den anderen herumgeschlichen ohne etwas zu sagen, da wir beide dachten, dass die Andere nicht zusammen mit der Schwester Musik machen wolle! Ich bin nach Nashville gezogen, um ein Album aufzunehmen und meine Schwester hat mich besucht, nachdem wir uns lange nicht gesehen hatten. Es gab Tränen, Umarmungen und Lieder, die nach Jahren und Jahren hoch kamen, ausgebrütet von meiner Schwester. Unsere Lieder kamen sehr selbstverständlich… Wir haben eine tiefgehende Verbindung untereinander und obwohl wir räumlich getrennt leben, helfen uns unsere Stimmen immer die Verbindung aufrecht zu erhalten.

Eure Musik hört sich sehr melodiös an und ist extrem fokusiert auf den Klang eure beider Stimmen zusammen. Wie würdet Ihr eure Musik beschreiben?

Alexis: Ich denke, das stimmt. Wir kreieren unsere Lieder mit den Stimmen im Zentrum und versuchen außerdem sie so oft wie möglich als Instrumente zu nutzen. Ich bin an einem Punkt angelangt wo ich mich nackt fühle, wenn ich alleine, ohne meine Schwester, singe. Es fühlt sich zusammen einfach besser an. Es ist schwierig unsere Musik zu beschreiben. Ich sage immer nur "Schwesternmusik".

Lindsay: Ja, Schwesternsongs. Ich fühle mich, als könnte ich ein Lied in einem ganz anderen Genre schreiben, aber unsere Stimmen würden dann trotzdem das Album zusammenhalten. Das wäre doch mal eine Idee für das neue Album! Ich scherze natürlich nur.

Was inspiriert euch?


Alexis:
Meine Familie.

Lindsay: Definitiv die Familie. Mom und Dad und die Schwester. Gefühle, über die ich nicht reden kann! Meine Freunde sind mein Antrieb und vor allem auch die Musik, an der sie arbeiten.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Alexis: Wir werden unser neues Album nach einer kurzen Pause aufnehmen. Wir haben außerdem an Soloprojekten gearbeitet - Lindsay hat ein Projekt namens Fielded, mit dem sie auch regelmäßig in Chicago auftritt. Ich habe dieses Jahr ein Video- und Musikprojekt namens Hearsay and Hyperbole. Wir machen zusammen mit Greg Weeks von Espers Aufnahmen in dem neuen Hexham Head Studio in den Wäldern von Pennsylvania. Außerdem werden wir zum ersten Mal an der Westküste spielen und kommen hoffentlich im späten Mai/Juni 2010 zurück in die UK und nach Europa.

Lindsay: Lex hat alles gesagt. 2010 wird das Jahr der Geschwister werden.

Was war der einprägsamste Moment für euch als Festival?


Alexis:
Vielleicht der Auftritt auf dem DWARS Festival in Amersterdam 2007. VPRO flog uns hin, brachte uns in einem Hotel unter und fütterte uns mit herrlichen Sandwiches. Die Zuhörer kauften unsere kleinen selbstgemachten Demos für fünf Euro das Stück. Wir fühlten uns das erste Mal wie eine richtige Band. Die meiste Zeit ist das Touren beides: Die beste und schlechteste Zeit… wir warteten dann mit all unseren komischen Routinen auf, sobald wir alleine sind.

Lindsay:
Ich liebte das Touren mit Festival und Greg Weeks im November 2008. In Europa macht touren am meisten Spaß - hier gibt es Willkommenssnacks! Die Menschen schenken einem so viel Aufmerksamkeit und sind sehr freundlich. Meine liebste Erinnerung ist außerdem, als wir zum ersten Mal in New York gespielt haben, zum Beispiel in Wohnzimmern von Freunden, kleinen Clubs und sowas. Es ist aufregend, wenn man seine Balance als Künstler noch nicht gefunden hat, aber weiß, dass es so viel zu entdecken gibt. Ich glaube, das war das erste Mal, dass Lex und ich verstanden haben, dass wir eine kreative Verbindung haben, genauso wie, ja, eine genetische!

Bei Festival bedankt sich für das Interview: Rebekka Schwarz

(2009)




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