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Der Name Missent to Denmark dürfte Kennern der Münchner Indie-Szene schon länger geläufig sein. Die mittlerweile fünfköpfige Band stammt ursprünglich aus Regensburg und Deggendorf, hat bereits mit Auftritten im Vorprogramm von Polarkreis 18 und auf dem on3-Festival Bekanntheit erlangt und veröffentlichte schon 2007 ihr erstes Album A clue, a hint, a love in Eigenregie. Dieser Tage erscheint der Nachfolger I am your son, und zum ersten Mal haben Missent to Denmark mit biegen & brechen ein Label für ihre Musik gefunden. Grund genug, Sänger Stephan Gillmeier ein paar Fragen zu stellen.
Welche Ansprüche stellt ihr an euch selbst als Musiker? Was macht eurer Meinung nach gute Musik aus?
Gillmeier: Wir glauben gelernt zu haben, dass es besonders wichtig ist, dass sich beim Arrangieren von Songs in einer Band der einzelne zurücknimmt. Oft ist nur ganz wenig nötig, um ein Stück Musik effektvoll zu gestalten. Deshalb entstehen unsere Songs auch nicht im Jam, sondern werden Stück für Stück durch Overdubben entworfen. Das bekommen wir jetzt auch live zu spüren, denn was zu spielen ist, ist nicht unbedingt schwierig, aber zum richtigen Zeitpunkt das richtige, wenige zu tun: das ist schwierig.
Früher habt ihr eure Songs als Download verschenkt, eure letzte Platte habt ihr in Eigenregie veröffentlicht. "I am your son" ist das erste Album, das auf einem Label erscheint. Wie kam es zur Zusammenarbeit? Und was bedeutet dieser Schritt für euch? Gillmeier: Es kam eigentlich ganz klassisch zu der Zusammenarbeit. Nicht durch bewerben oder Wettbewerbe. Die Leute von biegen & brechen sind selbst Musiker, und so ist man sich schon beim Theatron in München begegnet. Nach einem Konzert von uns in Augsburg, war es für die Leute von biegen & brechen klar, dass sie unsere Musik so sehr schätzen, dass sie eine Zusammenarbeit haben wollen. Da wir uns bei einem kleinen Label, das an uns glaubt, hervorragend aufgehoben fühlen und uns mittlerweile auch eine Freundschaft mit biegen & brechen verbindet, sind wir sehr froh, dass man sich dort unserer angenommen hat. Wir machen mit diesem Album nicht nur den Schritt zu einem Label, das unsere Platte physikalisch veröffentlicht, sondern auch den Schritt einen Verlag zu haben und eine Booking-Agentur. All das gibt uns schon das Gefühl, dass es "ernster" wird, seriöser, wenn man so will. Und mit diesen Leuten im Rücken fühlt man sich sehr gestärkt und als Band ernstzunehmend. Gutes Gefühl.
Ich habe gelesen, dass ihr inzwischen zum Großteil von Regensburg / Deggendorf nach München gezogen seid. Wie wichtig ist euer lokales Umfeld für die Musik? Ist "A Piece Of Gold" wirklich ein Song über München? Gillmeier: Ich glaube nicht, dass unser soziales Umfeld die Musik stark beeinflusst, denn wir haben ja uns. Das räumliche schon eher. Wir sind sozusagen ein eigenes kleines soziales Umfeld. Wohl wichtig ist aber schon die Atmosphäre bei Aufnahmen. Deshalb war es für uns immer wichtig, die Aufnahmen größtenteils im naturnahen Deggendorf zu machen. Auch die Texte sind dort entstanden. Natürlich kommen auch die Themen, die man in der großen Stadt aufschnappt, in den Texten vor. A Piece Of Gold hat tatsächlich einen Text, der bei der 850-Jahr-Feier Münchens und dem Dreibrückenfest entstanden ist. Er lobt den Trubel und das Unaufgeräumte der Stadt und bringt trotzdem wieder Deggendorf, die Heimat und das Land ins Spiel.
Bei "Once In A Year" betätigt sich euer Schlagzeuger Nico an der Geige. Habt ihr noch mehr verborgene Talente? Was würdet ihr - in musikalischer Hinsicht - gerne einmal ausprobieren?
Gillmeier: Marcus spielt Trompete! Eigentlich eine Schande, dass wir das noch nie ausgenutzt haben! Beim nächsten Album wird es Trompetenklänge geben.
Zu guter Letzt noch eine Frage, die wir allen Bands stellen: Was war für euch bisher der beeindruckendste Moment mit Missent to Denmark?
Gillmeier: Wenn Leute beim Weggehen auf Dich zukommen und dir erzählen, das erste Album hätte ihren ganzen Sommer 2008 begleitet, dann ist das schon sehr beeindruckend. Es ist eher so etwas, was mich bewegt und nicht das Stehen auf der großen Bühne. Wenn man bei den Leuten einen Nerv trifft und sie die Musik für immer mit einer bestimmten Zeit verbinden... Das macht einen schon stolz.
Bei Stephan Gillmeier von Missent to Denmark bedankt sich für das Interview: Sara Haußleiter
Wer sich selbst einen Eindruck von der neuen Platte der Band verschaffen will, kann dies bei der Record-Release-Party am 16.04. in der Münchner Kranhalle tun.
(2010)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!