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5 Fragen an: The Whip
Thursday, 03 April 2008 16:27

Bricht in UK etwa eine neue Zeit an? The WhipElectro-Pop erreicht die Mauern unserer Stadt: Drei Jungs, ein Mädel, unendliche Beatvielfalt - im Klartext heißt das: The Whip. Wir dürfen uns auf wunde Füße und Klänge in der Manier von Daft Punk und Justice freuen. Bruce Carter von The Whip über Albumaufnahmen auf dem Klo, die neusten Musiktrends aus UK und Zukunftsplänen der Band.

 

Alles, was ihr letztes Jahr produziert habt, habt ihr bei unterschiedlichen Labels aufgenommen. Warum denn diese Pendelei?

Bruce: Ja, wir haben unser Zeug wirklich an eine ganze Menge verschiedener Labels verteilt. Wir haben viele tolle Menschen kennengelernt, die unbedingt unsere Musik rausbringen wollten. Also haben wir unser Material einfach auf einige der Leute verteilt! Wir sind wirklich froh, dass wir in unserer Heimat bei Southern Fried unter den Fittichen sind, aber das Album kommt trotzdem bei vielen verschiendenen Menschen verteilt auf der ganzen Welt raus.

Im NME wurden The Whip schon Anfang 2007 abgefeiert ohne Ende. Aber erst jetzt habt ihr euer Debütalbum "X Marks Destination" veröffentlicht. Warum habt ihr mit eurer Platte so lange gewartet?

Bruce: Um ehrlich zu sein, wir waren so viel damit beschäftigt, irgendwo live zu spielen, dass wir garnicht die Zeit gefunden haben unser Album fertig zu stellen - bis eben Ende letzten Jahres! Wir sind nicht allzu oft zu Hause. Wir spielen so viele Shows, dass es uns manchmal schon fsat verrückt macht. Als wir schon fast am Ende damit waren, das Album zu schreiben, haben Danny und ich schon angefangen, die Platte unterwegs auf Tour aufzunehmen. Bei Soundchecks, im Umkleideraum, im Bus. Für ein paar Gesangsparts hab ich mich sogar in einer Toilette in einer Kirche in Norwich eingeschlossen, um sie aufzunehmen. Und nebenan waren diese Mädels, die auf der anderen Seite der Klotür dauernd gekichert haben! Echt verrückt. Das nächste Album werden wir nächstes Jahr um diese Zeit veröffentlichen. Wir wollen mehr frische Musik von uns präsentieren als wir es bisher konnten und den Ball weiter rollen lassen.

Momentan herrscht hierzulande eine ziemlich große Brit-Rock-Welle vor. Jetzt kommt ihr und macht Electro-Pop. Wird das die neue Generation von Musik sein, die von Großbritannien zu uns rüberschwappt?

Bruce: Da bin ich mir garnicht so sicher! Wir haben echt ´nen Fable für deutsche Techno-Musik und klassisches Zeug wie Kraftwerk. Also hoffentlich können sich deutsche Hörer für das, was mir machen, begeistern und auch mit Sachen wie eben Kraftwerk in Verbindung bringen. Wäre natürlich toll, wenn sie auf ein gutes Schiff mit aufspringen würden! Aber garantieren kann man es nicht.


Was hört man denn gerade in Manchester für Mucke?

Bruce: Momentan gibt´s in Manchester einige wirklich großartige Clubnächte. Mein persönlicher Favorit ist das Warehouse Project. Das findet im Bahngewölbe unter dem Bahnhof in Manchester statt. Das ist ein riesen großer Raum! Wir haben da neulich erst mit Felix Da Housecat, Sebastian und Busy P gespielt, ein anderes Mal mit Digitalism und SMD. Die haben dort echt immer fantastische Lineups. Also in den Clubs, in die wir so gehen, regiert derzeit elektronische Musik.

Eure neue Single heißt "Trash". Jetzt ist Trash etwas, dass man ja nicht immer automatisch mit guter Musik verbindet... Sehen wir´s mal von der lyrischen Seite: Warum wollt ihr Abfall sein?

Bruce: Ja, "Trash" bräuchte eine ganze Menge mehr Lyrics, um alles zu verstehen, aber wir haben sie rausgeschnitten und nur einen Loop vom Refrain benutzt. Der Rest des Songs ist komplett remixed, deshalb spielen wir im Grunde einen "Trash"-Remix. Der Text hatte ursprünglich noch viel mehr Verse mit viel mehr Wörtern. In dem Song ging es darum was ist, wenn man nicht wirklich gesagt bekommt, welche Erwartungen an einen gestellt werden. Versuch nicht, dem Standart von jemandem gerecht zu werden, sondern sei stolz auf das, was du bist, egal was andere sagen oder über dich denken. Das klingt mit weniger Lyrics aber wesentlich besser...

Bei Bruce Carter von The Whip bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock

(2008)




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