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5 Fragen an: Donots
Saturday, 11 October 2008 21:18

Einfach unkaputtbar: Die DonotsSie touren, spielen, produzieren, spielen wieder und - touren natürlich. Die Donots sind auch nach 15 Jahren Bandgeschichte immernoch unaufhaltsame Tausendsassas und in diesem Jahr wieder besonders oft live zu erleben. Ingo Knollmann, seinerseits Sänger und Gitarrist der Donots, stand uns mal Rede und Antwort über schöne Momente, endloses touren und die Band an sich.

 

Seid ihr nach der Arbeit an „Coma Chameleon“ eigentlich schon wieder daran, neue Songs zu schreiben? Wenn ja, gibt´s einen kleinen Tipp, in welche Richtung die nächste Donots-Welle schlägt?

 

Knollmann: Genau genommen sind wir der Tat schon mit einem guten Teil unserer Köpfe und Herzen beim nächsten Album angelangt. Wir werden vom 24. September bis zum 19. Oktober 2008 nochmal eine zweite lange Clubtour-Rutsche einlegen und bringen mit American Steel auch eine extrem grandiose Supportband aus den Staaten mit. Aber danach soll’s eigentlich schon wieder ganz schnell ins Studio gehen. Die Arbeitsweise, im Studio alles wirklich erst auf den Punkt zu bringen, gefällt uns seit den „Coma Chameleon“ Sessions so gut, dass wir es dieses Mal ähnlich halten wollen. Von daher können wir eigentlich überhaupt noch nicht sagen, in welche Richtung die nächste Donots-Welle schwappt. Wir lassen uns treiben und im Studio von der Welle mitreissen, um hier mal bei Eurem schönen Bild zu bleiben. Es bleibt also spannend, nicht nur für Euch!

 

Wenn ihr – ohne gleich getrennte Wege zu gehen oder eure Fans zu schockieren – mal eine Platte aufnehmen könntet, die so ganz anders ist als die Donots. Einfach nur als persönliches Experiment. In welche Richtung würde die gehen?

 

Knollmann: Ich glaube, da könnten wir uns alle am ehesten auf eine Singer/Songwriter-Countryplatte einigen. Akustikharken, Pedal Steel, Hammondorgeln, Mundharmonika, Geigen. Das volle Programm. Wobei: Wir sind ja mit einem Song wie „Somewhere Someday“ vom aktuellen Album gar nicht mehr so weit davon entfernt…

 

Ihr seid in diesem Jahr viel getourt anlässlich eures neuen Albums, die nächste Tour steht an – trotzdem schon jetzt die Frage: Welcher Gig ist euch denn besonders haften geblieben im Gedächtnis und warum?

 

Knollmann: Uns bleibt bestimmt jede einzelne Show aus diesem Jahr im Gedächtnis, so wie das eigentlich immer mit allen Shows bisher war. Zu den absoluten Highlights zählen aber sicherlich das Punkspring Festival in Tokyo, wo wir mit Rancid, Buzzcocks, Me First und anderen vor 20.000 wahnsinnigen Kids in einer Messehalle gespielt haben und auch das Bochum Total Festival war der absolute Wahnsinn.

 

Ihr steht da auf der Bühne. Vor über 10 Jahren wie heute gröhlt die Masse eure Songs mit, piepegal ob die schon so alt sind wie ihr selbst oder von eurem aktuellen Album. Wie geht´s euch, wenn ihr so was seht?

 

Knollmann: Auch wenn’s unglaublich klischeebeladen und pathetisch klingt: Das ist genau der Grund, weshalb wir jeden Abend wieder auf die Bühne gehen. Das sind einfach unbezahlbare, unbeschreibliche Momente, die wir da schon 15 Jahre lang miterleben dürfen. Sowas intensives immer wieder mitmachen zu dürfen, ist schon ein ganz großes Geschenk und wir sind immer wieder auf’s neue dankbar für jede einzelne Minute.

 

Was war der für dich beeindruckendste Moment mit den Donots?

 

Knollmann: Diese Frage könnte ich glaube ich niemals beantworten, ohne tausenden von Momenten unrecht zu tun, die es gleichermassen verdient hätten, genannt zu werden. Vielleicht ist das beeindruckendste einfach die Tatsache, dass alles auch nach 15 Jahren noch so wichtig ist und wir uns immer wieder neue Ziele stecken, von neuen Momenten umgehauen werden und es immer noch schaffen, uns selbst zu überraschen. Sei es nun auf Konzerten, im Studio oder seitdem wir unser eigenes Label „Solitary Man Records“ am Start haben und die Donots Platten hierzulande und in Japan die Alben von tollen Bands wie Dropkick Murphys, Beatsteaks, Dover, Toy Dolls, Boy Sets Fire und vielen anderen selbst rausbringen.

 

Bei Ingo Knollmann von den Donots bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock

(2008)




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