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5 Fragen an: The Bishops
Saturday, 11 October 2008 22:50

Arbeiten bereits an einem neuen Album: The BishopsAus der Indie-Metropole London kommen The Bishops direkt auf unsere Plattenteller. Kein Wunder, hat ihr Debütalbum im Jahr 2007 doch eingeschlagen wie eine Bombe. Die Nachfolge-Platte wird bereits sehnlichst von der Welt erwartet - und bis dahin vertreiben wir uns die Zeit einfach damit, Mike Bishop ein paar Fragen zu stellen.


Eure Band besteht zum Hauptteil aus zwei Brüdern. Nehmen wir mal Beispiele wie Oasis, Sugarplum Fairy und viele mehr – da kracht es auch mal unter Geschwistern in einer Band. Wie ist das bei euch?


Bishop: Ich würde sagen wir sind generell nicht allzu schlecht mit brüderlichen Auseinandersetzungen umgehen. Wir streiten schon mal, aber wenn, dann machen wir das hinter geschlossenen Türen. Kein Mensch will deinen Streit hören! Das kann schon mal passieren, wenn wir gerade Songs schreiben oder wenn wir touren und da für längere Zeit aufeinander sitzen. Lustigerweise reicht das aber, damit eine britische Zeitung einen Artikel über uns schreibt, wie wir uns in einer deutschen Tankstelle fetzen! Ich denke es ist aber besser, sich nicht so oft gegenseitig anzupflaumen wie wir das manchmal gerne machen würden.


Du und Pete seid die Rocksauen auf der Bühne, Chris hockt derweil am Schlagzeug. Was ist das Rezept, um neben zwei solchen Frontmännern nicht unter zu gehen?


Bishop: Jede Band hat ihren Frontmann oder ihre Frontmänner und wir stellen da auch keine Ausnahme dar. Aber trotzdem sind The Bishops gleichzeitig eben drei von uns. Wir haben schon eine ganze Menge miteinander erlebt und die wären so alle nicht passiert, wenn wir den Dritten von uns nicht dabei gehabt hätten. Vorallem wenn du zu dritt bist muss jeder auf der Bühne wirklich alles geben und hart arbeiten, damit alles miteinander funktioniert. Egal ob es das Schlagzeug, der Bass oder die Gitarre ist. Chris hat durchaus seine strahlenden Momente auf der Bühne!


Ihr habt euer Debütalbum „The Bishops“ in den Toe Rag Studios eingespielt – aber nicht mit euren eigenen oder top modernen Instrumenten, sondern mit verdammt alten, originalen Dingern. Was war das für ein Gefühl?


Bishop: Unser Debütalbum wurde tatsächlich mit den Verstärkern und dem Schlagzeugset aus den Toe Rag Studios aufgenommen, die echt verdammt alt sind! Man könnte sagen die sind schon altertümlich, schliesslich sind sie alle auf den 50ern oder 60ern. Es war grossartig dieses Equipment zu benutzen, das definitiv einen ganz anderen Sound hat als der Verstärker, den ich normalerweise benutze – einen modernen Fender Blues Junior Verstärker. Die Verstärker und das Schlagzeug waren alle schon ein grosser Teil des Studios und Liam (Produzenten-Legende Liam Watson, Anm. d. Red.) hat wirklich gewusst, wie man das Beste aus ihnen rausholt. Ich spüre, dass man das auch richtig raushört, wenn man die Platte anhört. Liam hat sie genau so eingestellt, wie er sich sicher war, dass sie sich am Besten für die Aufnahme anhören. Wir haben das sehr genossen, sein Equipment zu benutzen, das hat auf jeden Fall einen grossen Teil des “Toe Rag Erlebnisses” ausgemacht und dem Album zu dem Sound verholfen, den es jetzt hat.


Drei Dinge, die du in deinem Leben unbedingt mal noch gemacht haben willst?


Bishop: Also ich wollte schon immer mal nach Amerika, an einen Platz, an dem ich vorher noch nie war. Hoffentlich spielen wir dort nächstes Jahr mal, lass uns die Finger kreuzen. Dann würde ich wahnsinnig gerne mal die Sun Studios besuchen und das Chess Records Museum in Chicago! Das wäre auf jeden Fall grossartig. Genauso toll wäre es auch mal, eine Show in China zu spielen. Das wäre unglaublich. Und ich will auch unbedingt mal nach Indien. Ich habe ein paar Freunde, die da schon mal waren und die sagen, es ist einfach unbeschreiblich. Ich bin mir sicher, es gäbe  noch eine ganze Menge zu sehen.


Was war der für dich beeindruckendste, wichtigste und einprägsamste Moment mit den The Bishops?


Bishop: Wir haben letztes Jahr ein Konzert in Rüsselsheim in Deutschland gespielt, auf einer echten Burg. Ich denke, das war auf alle Fälle ein sehr bewegender Moment für uns! Das war echt ein Riesenspass. Ich erinnere mich auch noch wie wir nach der Show direkt weiter mussten nach Frankreich, um dort einen Gig zu spielen in einem Ort namens Briouze. Wir haben uns dorthin auf den Weg gemacht aber es war wirklich ewig weit entfernt und so mussten wir in einer Parkbucht im Van schlafen. Das war auch ein ziemlich bewegender Moment!


Bei Mike Bishop von The Bishops bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock

(2008)




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