Home icon Home»Laut»5 Fragen an»5 Fragen an: Dag för Dag
5 Fragen an: Dag för Dag
Saturday, 11 October 2008 23:40

Dag för Dag im InterviewWie schön, wenn die Leidenschaft für einander nicht nur für die Beziehung gut ist, sondern auch noch ein fantastisches Bandprojekt hervorbringt. Im Fall von Dag för Dag aus Schweden geht dieses Prinzip wunderbar auf und hat dem Duo inzwischen auch schon namhafte Referenzen eingespielt. Sängerin Sarah Snavely über Heimatwurzeln und den perfekten Moment.


Schwedische Bands sind hier in Deutschland seit der Indie-Welle ziemlich beliebt. Würdest du sagen, dass man eurer Band anhört, dass sie aus Schweden kommt?


Snavely: Lustige Frage. Nachdem wir ja eigentlich aus Amerika kommen und erst seit zwei Jahren in Schweden leben, würde es mich wundern, wenn unser Sound sich schon jetzt so verändert hätte, dass er nach unserer Zeit in Schweden klingt. Dag för Dag sind in Stockholm geboren, aber wir sind beide amerikanischer Herkunft. Unsere amerikanischen Wurzeln hat unserem Sound das Dreckige und Dunkle hinzugefügt und ich denke eigentlich nicht, dass ich eine sehr softe, süße schwedische Stimme habe, wie viele weibliche Sängerinnen, die von hier kommen. Ich denke wir klingen eher amerikanisch als schwedisch, aber manche Lieder, die wir geschrieben haben, haben auf jeden Fall schwedische Empfindlichkeiten.


Wenn du die freie Wahl hättest: An welchem Ort würdest du mal gerne ein Song aufnehmen oder produzieren – und warum?


Snavely: In Oregon in den USA. Und wir haben das große Glück, dass wir die Möglichkeit haben, das auch einfach zu machen! Wir haben den gesamten September damit verbracht, unser erstes Album in voller Länge mit Richard Swift aufzunehmen. Um Songs zu schreiben bin ich hier in Stockholm aber am kreativsten, finde ich. Singen und klimpern geht dagegen besser in unserem Proberaum im Keller. Dag för Dag haben also glücklicherweise alles, was wir brauchen, um unsere Musik zu dem zu machen, was sie ist.


Eine EP habt ihr ja schon mal fertig aufgenommen – was sind eure nächsten Pläne?


Snavely: Nachdem wir jetzt auch unser erstes vollständiges Album aufgenommen und abgemischt haben wollen wir touren, touren, touren! Wir hoffen, dass wir unser Album so schnell wie möglich veröffentlichen können und uns dann auf den Weg machen können.


Drei Sätze auf schwedisch, die jeder in der Welt kennen muss, wenn er ein Rockkonzert in Schweden besuchen will.


Snavely: Nu kör vi! Nu kör vi! Nu kör vi! Ich glaube das kann man übersetzen mit “Lasst uns spielen!”. Jetzt laufen wir. Unser erster Schlagzeuger, Victor, hat das jeden Abend gesagt, wenn wir uns auf den Weg auf die Bühne gemacht haben. Damit ist mein Maß an Rock´n´Roll-Schwedisch dann aber leider wirklich schon erreicht.


Was war der für dich beeindruckendste, wichtigste und einprägsamste Moment mit Dag för Dag?


Snavely: Unsere allererste Show überhaupt die wir jemals vor einer komplett ausverkauften Hörerschaft gespielt haben im Star Club in Dresden. Da haben wir im Januar 2008 für die Shout Out Louds eröffnet. Wir haben davor noch nie eine Show gespielt und nach nur sieben Proben ohne unseren Schlagzeuger finden wir uns vor einem ganzen Saal voller wartender Ohren wieder. Ich hatte wahnsinnige Angst, dass ich vergesse, wie ich singen muss, oder dass Jacob vergessen könnte, wie man Bass spielt und so weiter. Aber wir haben gespielt und es hat ja solchen Spaß gemacht. Nach der Show haben wir dann sogar ein paar EP´s verkauft, was mir gezeigt hat, dass wir unseren Sound wohl doch ganz gut erwischt haben.


Bei Sarah Snavely von Dag för Dag bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock

(2008)




Kommentar schreiben
Name:
Email:
 
Titel:

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 

Kommentare