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5 neue Fragen an: ClickClickDecker
Wednesday, 11 March 2009 16:01

Wieder am Start und hat was zu sagen: ClickClickDeckerEnde Januar 2009 erschien sein drittes Album Den Umständen Entsprechend, für das er sich erstmals bereits für die Produktion Unterstützung geholt hat. Diese wurde noch dazu nicht an den heimischen Schlafzimmer-PC gebeten, sondern ins Studio geordert. Diesen neuen Umständen entsprechend wollten wir von Kevin Hamann alias ClickClickDecker mal wieder wissen, was eigentlich Sache ist.


Für die Produktion deines dritten Albums bist du zum ersten Mal zusammen mit Tobias Bade und Oliver Stangl ins Studio gegangen. Inwiefern hat die Arbeit mit den beiden den Klang deiner neuen Platte beeinflusst?

Hamann: Naja, zuhause habe ich ja nur mit Samples gearbeitet. Tobias hat mit echtem Schlagzeug alle Lieder eingespielt und Oliver spielt einfach hervorragend Gitarre und gibt dem ganzen eine Glanznote. Und wenn man jahrelang immer nur allein Lieder schreibt, aufnimmt und s weiter, ist das erste Mal mit Anderen arbeiten erfrischend. Es bringt neuen Wind.

Was tust du um kreative Blockaden zu bekämpfen? Hat ein Kevin Hamann die überhaupt?

Hamann: Ich habe das Glück mich in vielen verschiedenen Sachen kreativ zu entfalten. Wenn ich bei einer Sache eine Blockade habe, oder es mir gerade nichts gibt, dann beschäftige ich mich mit einer anderen oder fange was ganz Neues an. Das nenne ich dann aber nicht bekämpfen, sondern strukturiertes Auslasten der Ideen. Ich glaube mir wäre sonst sehr langweilig.
Allerdings muss ich feststellen, umso mehrere verschiedene Sachen beackert werden wollen, umso weniger passiert bei den einzelnen. Früher ging alles in Click-Songs, heute wird aufgeteilt oder darauf geachtet, wo es besser hinpasst.

Die Singleauskopplung aus deinem aktuellen Album heißt „Es Fängt An Wie Es Aufgehört Hat“. Trifft das auf dein Leben zu?

Hamann: Wie schon gesagt, Struktur finde ich ziemlich wichtig und jetzt ist halt wieder Click-Zeit. Bratze ruht. Im Moment arbeite ich an einem neuen My First Trumpet-Album und dann kommt wieder Bratze, dann wieder Click und so weiter....Das Schwierige dabei ist, wenn ein Jahr Pause zwischen den einzelnen Projekten ins Land streicht kommt es den Leuten da draußen vor, als hätte man lange nichts gemacht. Für mich geht es immer da direkt weiter wo es in die Pause ging. Nur mit dem Versuch, es noch mehr voran zu treiben.

In nächster Zeit stehen eine Menge Konzerte an. Genießt du es mehr deine Musik zu produzieren oder zu präsentieren?

Hamann: Beides sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Aber ich freue mich jetzt darauf, die neuen Songs live zu präsentieren. Und wenn ich von der Tour wiederkomme, kribbelt es in meinen Fingern und ich schließe mich zuhause ein, um an neuen Sachen zu basteln.

Was war der beeindruckendste Moment für dich mit und als ClickClickDecker?

Hamann: Da gibt es viele Momente, die ich nie vergessen werde. Wenn man die ersten hundert Shows gespielt hat. Wenn man mit Bands auf der Bühne steht, die man selbst als Ikonen sieht. Wenn man das erste Mal im Radio, Presse oder TV stattfindet. Und vieles vieles mehr.
Gerade aktuell fand ich die Release-Gala im Januar 2009 hier in Hamburg sehr schön. Ich hatte dafür ein Kino angemietet. Das Konzert war ausverkauft und es saßen 360 Leute im Saal und ich habe drei Stunden allein, mit meiner Band und mit Gästen die Leute in ihren Sitzen gehalten. Das war sehr aufregend und ich war sehr erleichtert darüber, dass ich es nach einem Jahr Pause noch kann.

Bei Kevin Hamann alias ClickClickDecker bedankt sich für das Interview: Stephanie Gmeiner



(2009)




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