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5 Fragen an: Art Brut
Monday, 23 March 2009 15:58

Art Brut im InterviewBang Bang Rock´n´Roll! Art Brut melden sich im April mit Pauken, ohne Trompeten und mit einem neuen Album zurück. Grund genug für einen kleinen Plausch mit der zappeligen Kombo: Schlagzeuger Mikey Breyer über das Dritte-Platte-Wunder und persönliche Freudenmomente.

 

Sowohl auf "Bang Bang Rock & Roll" als auch "It´s A Bit Complicated" hattet ihr echte Ohrwürmer, die bis heute in den Indie-Clubs hoch und runter gespielt werden. Gibt´s solche Songs auch auf der neuen Platte "Art Brut Vs. Satan"?

Mikey: Ja natürlich, das hoffen wir doch sehr. Ist doch immer schön, wenn man Lieder schreibt, die auch Indie-Disco-tauglich sind. Ich kann mir da "Alcoholics Unanimous", "DC Comics and Chocolate Milkshake" oder auch "Twist and Shout" gut vorstellen. Ist zwar nicht so, dass wir solche Songs speziell für die Tanzfläche schreiben, aber man hört doch heraus, was gut zum Tanzen und Mitsingen ist. Liegt  dann am Ende doch aber am Publikum und am DJ - werden wir ja dann sehen.

Das amerikanische Musikblatt Blender hatte euch nach der Veröffentlichung eures Debüts als "beste bisher unbekannte Band in Grossbritannien" betitelt. Welchen Titel würdet ihr euch heute selbst geben?


Mikey: Beste mittelmässig-bekannte Band in Grossbritannien. Weil das wohl so stimmt.  

"Art Brut Vs. Satan" wurde von Pixies-Legende Frank Black produziert. Wie kam es denn zu diesem namhaften Gastspiel und wie war die Arbeit mit Frank?

Mikey: Das war natürlich eine tolle Sache, mit dem Herrn Black zu arbeiten. Wir haben ihn schon vor längerer Zeit mal auf einem Festival kennengelernt und er hat gesagt, dass er unser Album hat und es gut findet. Wir konnten das nicht richtig glauben, aber hat wohl gestimmt, und nach einiger Zeit traf man sich wieder und dann meinte er, dass er gern unsere neue Platte produzieren würde. Und da wir alle grosse Pixies-Fans sind haben wir natärlich nicht lange rumüberlegt, sondern sofort zugesagt. Die Zusammenarbeit hat optimal gepasst und wir hatten viel Spass zusammen. Frank Black ist keiner, der ewig lange herumprobiert und zu viel quatscht. Er hatte natürlich wunderbare Ideen für Arrangements, aber wir haben alles sehr simpel gehalten und nicht zu viele Schichten aufeinander aufgenommen. Alles in allem war die Platte in zwei Wochen fertig und wir sind recht glücklich mit dem Resultat.

Man erlebt euch ja immer recht lebendig: Live, in Musikvideos, auf Platte. Aber: Wenn wir euch eine Woche lang in eurem Leben begleiten würden – was würden wir da erleben?

Mikey: Naja, kommt ganz drauf an wo wir sind und ob wir gerade touren. Der Eddie ist am besten in Los Angeles anzutreffen, da er dort die meist Zeit wohnt. Der Rest von Art Brut ist meistens in London.  Einen richtig geregelten Ablauf gibt es nicht wirklich. Man tut halt so dies und das... Falls uns jemand kennenlernen möchte, kann ich empfehlen einfach in eine Indie-Disco zu gehen, wo wir gerade Tourstopp haben, weil wir nach Auftritten gern zum Tanzen gehen.

Was war der für dich beeindruckendste Moment mit Art Brut?

Mikey: Da gibt es natürlich viele, da wir ja schon einige Jahre zusammen spielen. Ich denke, wir sind einfach glücklich, dass wir jetzt Platte Nummer drei fertig haben, wenn man bedenkt, dass viele Bands es leider nicht so weit schaffen. Und natürlich war es schon eine grosse Sache, das mit dem Frank Black zu machen. Jetzt freuen wir uns erst mal wieder auf Tour zu gehn.

Bei Mikey Breyer von Art Brut bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock




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