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Phonoboy im Portrait
Monday, 03 December 2007 18:00

Dürfen wir vorstellen: Phonoboy im PortraitFranzösisches Chanson meets Indie-Rock. So lassen sich Phonoboy grob kategorisieren,wenn auch noch lange nicht zusammenfassen. Das LAXMag über eine Band, die nicht nur multilingual arbeitet, sondern auch faszinierend funktionsfähig ist.

 

Zum Reinhören: C´est Ma Vie

 

Phonoboy – das klingt schon fast wie ein Hinweis auf die französisch-englische Wortküche der Band. Selbst wenn es eigentlich dem gleichnamigen Plattenspieler huldigt. Schaut man sich die Profile der Bandmitglieder mal an auf der Phonoboy-Seite, wird schnell klar: Diese Namen kennt man, nicht nur als Münchner.

Christian Höck, seinerseits Kopf der Formation, ist normalerweise Fädenzieher im Telstarstudio, in dem schon die Arctic Monkeys gastiert haben. Seine frankophonen Wurzeln setzt er in der Gruppe gekonnt in gewandte Lyrik und flockigen Pop um, die einen zum Kopfnicken verleiten. Stimmlich wird er dabei von Nina Kränsel unterstützt, ihrerseits bekannt als Unendlich-Talent.

Wem sie bis dato noch nicht hinter den Plattentellern Münchner Trend-Rock-Clubs aufgefallen ist, der kennt sie zumindest von der Bühne, wenn sie als Bassistin von Crash Tokio oder Miles agiert. "Das ist immer die Gleiche?" Ja, und sie ist mit ihrer unbremsbaren, wandelbaren Einsatzbereitschaft nicht allein bei Phonoboy.Weyssi und Lauro Cress sind fast ebenso umtriebig wie Christian und Nina, nicht weniger begabt in all ihren Bereichen.

Aber sehen wir die vier als Phonoboy. Als Gesamtkunstwerk des French-Pop-Brit-Rock – tanzbar, schräg, abwechslungsreich. Wenn die erste Platte Trés Chic, Trashig umgesetzt auf Festivals und in Clubs schon ein Reißer war, legen Phonoboy mit Pas De Temps am 30. November 2007 definitiv heiße Ware nach.

Wie kann Musik, die doch eigentlich aus Hobby-beruflichem Stress raus entstanden sein muss, so unbeschwert und mitwippend wirken? Das wird wohl weiterhin ein Rätsel und Erfolgsrezept zugleich bleiben. Also lassen wir uns einfach weiter von Phonoboy treiben, quer durch das Paris der Sixties, eine Tüte Fish´n´Chips in der Hand. Mit einem Lächeln im Gesicht an der Seine entlang, bis wir an einer großen Wiese ankommen. Eine Wiese, auf der überdimensionale fröhliche Gänseblümchen zu Petite Mademoiselle mit uns tanzen. Phonoboy, Dans les nuages. Nina-Carissima Schönrock




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