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Flying Bob im Portrait
Saturday, 09 February 2008 11:18

Dürfen wir vorstellen: Flying Bob im PortraitHobbys sind oft schöner als Berufe - deshalb braucht Flying Bob mehr Taschengeld. Seine Auftritte sind sehr prägend und unterhaltsam, seinen Stil bezeichnet er selbst als Trashpop. Da liegt er vermutlich nicht daneben. Beats, Synthie-Sounds, Gitarre und deutschsprachiger Gesang prägen seine Musik.

Zum Reinhören: Taschengeld

 

Der typischen Flying-Bob Sound wurde unter anderem durch Rocko Schamoni und Schorsch Kamerun (Die goldenen Zitronen) geprägt, genauer gesagt auf dem 'Operation Pudel'-Konzert, wo besagte Musiker auftraten.Nach diesem Konzert war ihm klar, in welche Richtung sich sein Stil entwickeln soll. Mittlerweile ist er zufrieden und der Meinung, dass er seinen Sound gefunden hat.

Flying Bob ist fernab der deutschsprachigen Musikwelle unterwegs, seine Musik ist zu sehr Trash, kommt aber aus dem Bauch heraus. Trotzdem freut er sich über den Erfolg von Bands wie Wir sind Helden und Virgina Jetzt - Juli und Silbermond müssen aber nicht sein. Diesen Bands fehle der Biss, sie klängen zu sehr produziert, gezwungen und austauschbar, so Flying Bob. Auf jeden Fall hofft er, wie wohl jeder echte Fan der deutschsprachigen Musik, dass der Hype bald vorbei ist.

Seine erste Band gründete er 1999, angefangen zu musizieren hat er aber bereits im zarten Kindesalter. Es existieren sogar noch Aufnahmen aus dieser Zeit. Mittlerweile spielt er noch in der Band Die 3Freunde. Die Erfolge mit seinem Soloprojekt können sich sehen lassen: Er beglückte die Zuschauer des SAT1-Frühstückfernsehens mit einem Auftritt und verteilte auf dem damaligen Sender TM3 in der Casting-Show Flash oder Trash eine Portion Kultur. Wie das typische Publikum des mittlerweile 9Live heißenden Kanals darauf reagierte, bleibt aber offen.

Auf seinen kleinen Tourneen zwischen Freiburg und Stuttgart hat er sich vor allem in seiner Heimat, der Ortenau, eine ansehnliche Anhängerschar erspielt. Anfang 2004 wurde er in den Bandpool der Popakademie Baden Württemberg aufgenommen, verließ diesen aber bereits nach drei Monaten, da er sich auf sein Studium konzentrieren wollte. Musik sollte nicht sein Beruf werden. Er hat wohl eingesehen, dass kreativ sein nur Spaß macht, wenn man es nicht auf Abruf sein muss. Der Gang zur Universität ist letztendlich der Grund für das Lied Taschengeld, in das ihr oben reinhören könnt.

"Der Bafög-Antrag war echt ätzend und kompliziert!" Daraus ist dann wohl das Lied entstanden, resümiert Flying Bob. An dem Lied kann man ganz gut meinen Musikstil erkennen. Man kann auf jeden Fall hoffen, dass Flying Bob irgendwann mal genug Taschengeld hat, sein Studium mit bravour abschließt, aber trotzdem seinen Weg in der Musikwelt geht. Auch wenn es nur ein Hobby ist. Dominik Hoferer




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