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Räuberhöhle im Portrait
Monday, 11 February 2008 01:00
Casio-Kinder-Metal-Disco im Einsatz: RäuberhöhleRäuberhöhle kommen aus Berlin, treten nie ohne Puppentheater, dafür aber im Vorprogramm von Robocop Kraus auf. Ihre Lieder anzuhören ist lohnenswert, mehr noch aber ein Besuch ihrer Auftritte. Wir sagen euch, warum Räuberhöhle sich keineswegs in einem Erdloch verstecken müssen.

 


Zum Reinhören: Lullaby

Räuberhöhle, ursprünglich der Name des Kinderzimmers der Sängerin, ist keine normale Band. Eine Idee, so könnte man sie treffender bezeichnen, eine ungewöhnliche Idee. Eine durchaus runde und glücklicherweise konzeptlose Idee. Krawalla, so heißt die Hauptstadt-Dame mit der zuckersüßen Stimme, zieht mit einem kleinem Casio-Keyboard in die weite Internet-Welt um den Leuten zu zeigen, wie der eigens geschaffene Musikstil Casio-Kinder-Metal-Disco klingen muss.

Konzertanfragen aus der realen Welt kamen prompt und unerwartet. Doch ohne ihren Freund den Bären und dem extra gebastelten Puppentheater wagte Krawalla sich nicht aus ihrer Räuberhöhle raus. Mittlerweile sind ihre Auftritte Erlebnisse, da dort wortwörtlich die Puppen tanzen. Dass die Idee, mal was Neues auszuprobieren, funktioniert, kann man an den Erfolgen sehen. Konzerte rund um den Erdball, Auftritte vor 5.000 Australiern in Canberra, Support von The Robocop Kraus in Deutschland und das Mitwirken beim Sampler I can't relax in Deutschland dürften Casio-Kinder-Metal-Disco zur größeren Bekanntheit führen.

Ein Alarmsignal sendet Krawalla immer dann gerne heraus, wenn es um Parallelen zur kontroversen Band Mia geht. Durch ihre englischen Texte versucht sie sich vom aktuellen deutschsprachigen Trend abzugrenzen und lieber im Untergrund zu bleiben. Auch wenn sie so nicht von der Musik leben kann und in fünf Jahren womöglich vor der Tür des Arbeitsamtes stehen muss. Dominik Hoferer




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