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Young Chinese Dogs im Portrait
Tuesday, 10 February 2009 12:19

Schreibt Songs seit er 15 ist: Young Chinese Dogs Sänger Nick ReitmeierWer als Nachwuchsmusiker schon einmal vor 50.000 Fans gespielt hat, der steckt seine Ziele sicher etwas weiter als andere Newcomer-Kollegen. Gerade dann, wenn die eigene Band zwar noch in den Kinderschuhen steckt, aber die erste EP bereits hochgelobt die erste Auszeichnung einheimst. Blut geleckt haben die Young Chinese Dogs und lassen gar keinen Zweifel daran, wo ihre Reise hingehen soll: Nach ganz oben.

 


Hinter dem klanghaften Namen Young Chinese Dogs verbergen sich die fünf Wahl-Münchner: Nick Reitmeier, Severin Gasteiger, Marc Weller, Malte Russland und Gix Steber - Jugendfreunde und Musikerkollegen vom Lande. Schwer zu glauben, dass gerade die Teenagerzeit in der bayerischen Provinz den Weg in Sachen Musik geebnet haben soll: „Jeder von meinen Freunden wohnt in einem Haus, jeder Keller ist potentieller Proberaum, keine nervigen Nachbarn, keinen Proberaum den man zahlen muss! Das führt schon dazu, dass man viel früher und leichter mit Musik machen anfangen kann!", stellt Nick Reitmeier, der kreative Kopf und Gründer der Band, klar.

 

Er selbst hat bereits im zarten Alter von 15 Jahren mit dem Songwriting angefangen. Heute, mit Anfang 20, ist da ein ordentliches Repertoire an Songs zusammen gekommen, die er zum Teil auch schon als Solo-Projekt unter seinem eigenen Namen veröffentlicht hat. Die Young Chinese Dogs jedoch sind noch kein Jahr alt. Erst im Sommer 2008 entschied Nick nicht länger auf einsamen Solo-Pfaden zu wandern, sondern endlich ein paar seiner Stücke mit einer Band aufnehmen und umsetzen. Da lag es nahe, seinen Kumpel Severin anzurufen, dessen Bekanntschaft er in einer Backing Band gemacht hat.

 

Beide haben sich im April 2008 für einen Platz in der Band von Promi-Sohn Wilson Gonzales Ochsenknecht beworben und wurden zu einem Vorsprechen eingeladen. Als Nick das Cafe betrat, hatte er jedoch keine Ahnung, dass der Agent beide Jungs auf einmal kennen lernen wollte. „Ich gehe also hin zum Vorsprechen: An einem Tisch sitzt ein gut gekleideter Mann und ein anderer Typ, der ein riesiges Schnitzel und ein Weißbier - um 14 Uhr - in sich reinspachtelt!", erzählt Nick von seiner ersten Begegnung mit Drummer Severin. Klar, dass Trinkfestigkeit unter Anfangzwanzigern nicht nur beeindruckt, sondern auch sympathisch macht. Doch auch musikalisch lagen beide sofort auf einer Wellenlänge, wie sich beim Vorspielen herausstellen sollte. „Ich habe schon in vielen Bands gespielt, aber noch nie mit einem Drummer, der sich hinsetzt, mich anschaut, und einfach mit mir zusammen spielt! Es hat sofort richtig gegroovt. Das hat die Jury auch bemerkt, und so sind wir beide in der Band gelandet, und inzwischen sehr, sehr gute Freunde geworden!" Als Backing Band begleiteten die beiden den Schauspielersprößling, spielten bei The Dome, Comet und vor Hunderttausenden am Brandenburger Tor.

 

Eindrücke, die ein Musiker in seinem Leben nicht vergisst. Nach der Tour mit Wilson Gonzales wollte Nick einige seiner eigenen Songs aufnehmen und engagierte Severin als Schlagzeuger. Zu zweit - Nick übernahm Gesang, Gitarre, Bass und Keyboard - haben sie in einem kleinen Studio in Töging am Inn sechs Stücke eingespielt. Nach fünf Tagen gemeinsamen Musizierens war Severin überzeugt von Nicks Können und bereit eine Band mit ihm zu gründen. Fehlten also nur noch ein paar Musiker für die übrigen Instrumente. Die Sandkastenfreunde von früher waren schnell überzeugt und Young Chinese Dogs geboren.

 

Die Young Chinese Dogs sind der Beweis: Richtig guter Brit-Pop kann auch aus München kommen. Und um das auch in der hiesigen Musikszene so schnell wie möglich bekannt zu machen, legen die Jungs ein Tempo vor, dass einem schwindelig wird. Nach der Aufnahme der ersten EP im Sommer 2008 und der finalen Besetzung der Band im November, reicht Sänger Nick Reitmeier die Debüt-Platte The Sugar Sticky EP zur Bewertung beim Jugendformat "Zündfunk" des Bayerischen Rundfunks ein. Prompt wird die Platte im Januar zur "Montagsdemo-Platte" gekürt und die Young Chinese Dogs haben einen berühmten Fan mehr.
„Wahnsinnig schöner Song zum dahinschmachten ... Darf man sowas eine Britpop- Ballade nennen? Man darf!", lautet das Urteil von Juror Thees Uhlmann (Tomte) über den Song She Said.

 

Der Erfolg beim Zündfunk beflügelt die Jungs und ist der Startschuss für weitere Auftritte der Band. So steht beispielsweise ein aussichtsreicher Support-Gig für Angelika Express Mitte Februar im Orangehouse auf dem Plan, an den die Band selbst nie geglaubt hätte, wie Nick erzählt: „Ich nerve den Booker da schon seit über einem Jahr mit alten Bands ohne Erfolg, aber als er die Young Chinese Dogs Sachen hörte, meinte er nur: ‚Wann wollt ihr spielen?‘"

 

Brit-Pop mit einer liebevollen Neigung zum Rock, Melodien, die eingängig, harmonisch und doch überraschend frisch sind, und Songs, die mit 3‘30‘‘ genau die richtige Radiolänge haben, sind das vielversprechende Gepäck dieser talentierten Nachwuchsband mit der sie sich aufmacht, die Indiecharts zu erobern. Dass sie damit Erfolg haben werden, ist für Nick gar keine Frage:

„Wir werden groß! Warum? Weil wir gut sind, uns NIEMALS mit dem erreichten zufrieden geben, Talent haben und garantiert doppelt so hart arbeiten wie 99% aller anderen Bands!"

 

Bei soviel Euphorie und Selbstbewusstsein fehlt nur noch eines: ein Plattenvertrag.

 

The Sugar Sticky EP gibt's zum Download auf der MySpace-Seite der Band. Als Anspieltipp: Love and Hate, She Said und To My Brother. Eva Deinert


Young Chinese Dogs´ MySpace-Seite

 



 

 




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