| Wilco: Wilco (the Album) |
| Wednesday, 24 June 2009 11:06 | |||
Wenn eine Band, die in 15 Jahren viele Höhen und Tiefen durchlebt und unterschiedliche musikalische Gewässer durchschwommen hat, ihr siebtes Studioalbum mit dem Bandnamen betitelt, lässt dies verschiedene Schlüsse zu. Einer davon ist: Diese Band ist angekommen und hat sich selbst gefunden. Und zwar nicht in Experimenten oder elektronischen Klängen. Nein, Wilco legen mit Wilco (the Album) eine Platte vor, die sich ganz auf das Wesentliche konzentriert - Melodien und Texte, klassisch im Aufbau, traditionell instrumentiert und von einer ungeahnten Wärme, die beweist: Dies ist ein richtiges Wohlfühl-Album.Die Intention wird schon beim Opener Wilco (the Song) deutlich. "This is a man with arms open wide, a sonic shoulder for you to cry - Wilco will love you, baby" singt Jeff Tweedy, und man schwankt beim Hören zunächst noch zwischen einem Lächeln über die vermeintliche Ironie und Verblüffung, bis man sicher ist: Die meinen das ganz ernst. Wilco nehmen uns an der Hand und führen uns durch eine Platte, die ein guter Freund sein könnte. So einer, auf den man sich verlassen kann, der immer da ist, den man jederzeit aus dem Plattenschrank nehmen, auflegen und sich ein Lächeln aufs Gesicht zaubern lassen kann. Die Songs werden getragen von meist akustischen Gitarren, dezentem Schlagzeug und weise eingesetzten Tasten- und Glockenklängen. Hin und wieder scheinen Anklänge an die eigentlich längst vergangenen Country-Zeiten der Band durch, und auch der Blues lässt sich nicht gänzlich verleugnen. All dies dient als Untermalung für die warme und gleichzeitig ein wenig raue Stimme von Jeff Tweedy. Hier singt jemand, der das Leben in all seinen Facetten kennen gelernt hat, das hört man in jeder Silbe, und jedes Wort möchte man ihm glauben. Wie etwa, wenn er bei Solitaire singt: "It took too long to see I was wrong to belive in me only" Die meiste Zeit geht es eher ruhig zu auf dieser Platte, aber hin und wieder gehen Wilco ein wenig aus sich heraus - gerne gegen Ende der Songs, wie etwa bei Bull Black Nova, das sich kontinuierlich steigert und zum Schluss in ein kleines Gitarrenfeuerwerk gipfelt. Oder auch bei You Never Know, das mit Chor und Klavier sofort ins Ohr geht und sicherlich ein gewisses Hymnen-Potential besitzt. Ein Höhepunkt der Platte ist das wunderschöne You And I, das Jeff Tweedy im Duett mit Leslie Feist darbietet. Gebettet auf einem weichen Teppich aus locker-leicht gezupften Gitarren und dezenten Orgelflächen bilden die beiden so unterschiedlichen Stimmen einen äußerst reizvollen Kontrast - passend zum Song, der zwischen unbeschwerter Verliebtheit und tiefer Traurigkeit schwankt: "Oh I don't wanna know, and you don't need to know that much about me" Sehr nachdenklich wird es auch bei Country Disappeared, einer Ballade über Verlust und Neuanfang, die man sich gerne bei einem Glas Rotwein abends auf der Veranda eines Häuschens in den Südstaaten anhören würde. "Fold ourselves into each others blood, and turn our faces up to the sun" singt Jeff Tweedy hier und verdeutlicht einmal mehr die Aussage dieser Platte: Es geht immer weiter, auf jede Nacht folgt ein Morgen, aus jedem Übel entsteht etwas Gutes - und Wilco liefern den Soundtrack dazu. Ein würdiges Ende findet die Platte mit Everlasting Everything. Unterstützt von Klavier und eindringlichen Glockenschlägen sinniert Jeff Tweedy mit brüchiger Stimme und aller Ernsthaftigkeit: "Everything alive must die (...) Everlasting love is all you have." Wer schon so viele traurige Lieder gesungen hat, dem kaufen wir das ab. Und nehmen die ausgestreckte Hand von Wilco dankend an - denn so einen Freund wie dieses Album sollte man nicht mehr gehen lassen. Sara Haußleiter (VÖ 26.06.09)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!