|
Der Sommer hält zwar noch an, doch lange ist es nicht mehr hin bis zum Ende des Jahres. Dann heißt es wieder, sich zurück zu erinnern an die Veröffentlichungen des Jahres, um die einzig Wahre zu küren: Die Platte des Jahres 2009. Drei heiße Kandidaten stellen wir euch hiermit vor: Der neueste kreative Erguss der Arctic Monkeys, Brent Knopfs erstes Soloprojekt Ramona Falls und das Debütalbum von Sickcity.
Arctic Monkeys: Humbug VÖ 21.08.09
Jetzt ist es raus, das neue Album unserer Lieblingsäffchen, über das in den letzten Monaten so viel spekuliert wurde. Wie wird es aussehen? Wie wird es klingen? Und wird es den hohen Ansprüchen an ein drittes Album standhalten können? Zwei Dinge werden beim Einlegen der Platte sofort klar: Die vier Briten sind ruhiger geworden, gereift, gewachsen und der Einfluss von Produzent und Queens Of The Stone Age-Frontmann Josh Homme lässt sich nicht überhören. Secret Door oder Fire And The Thud unterstützen Punkt eins, Dangerous Animals verdeutlicht unwiderbringlich Punkt Nummer zwei.
Crying Lightning ist dagegen eines dieser Beispiele, das mit seinen rhythmischen Drums und der typischen QUOTSA-Bass schon nach einem Tarantino-Soundtrack und der Mojave-Wüste schreit, in der Stück wie Album auch aufgenommen wurden. Doch lässt sich nicht sagen, dass Josh Homme die musikalischen Karten für die neue Platte allein gemischt hat. Sicherlich hat er den Indie-Rockern neue Wege aufgezeigt, Veränderungsmöglichkeiten, persönliche Spielplätze. Doch die Entwicklung der Jungs, die auf und mit Humbug mehr als deutlich wird, ist eine ehrwürdige Eigenleistung, die reizt, begeistert, Gänsehaut hervorruft und teilweise trotzdem tanzbar bleibt, wie man es von den Arctic Monkeys erwartet.
Die Pause zwischen Favourite Worst Nightmare und Humbug hat sich für die Briten also gelohnt, das jugendliche Austoben vor dem nächsten großen Sturm als effektiv erwiesen. Und wir bedanken uns für ein neues Must-hör-Album 2009. Nina-Carissima Schönrock
Ramona Falls: Intuit VÖ 21.08.09
Von seiner Band Menomena her ist Brent Knopf bereits mit den Möglichkeiten des musikalischen Rausches vertraut. Comiczeichner wurden von ihm und seiner Band inspiriert, Theaterstücke untermalt, Konzertbesucher mitgerissen. Jetzt versucht sich Knopf im Alleingang, dieses Mal nicht nur an Zupf- und Tasteninstrumenten, sondern auch erfolgreich als Sänger. Das Ergebnis: Ein phänomenal verworrenes Album, dem Wertschätzung gebührt.
Fast schon minimalistische, ruhig da liegende Akustik-Parts werden alsbald durchzogen von brechenden und kräftigen Elektro-Mauern, Klavierarrangements und Drumlines springen auf wie zuschnappende Mausefallen. Verträumte Violinen wiegen sanft über folkige Gitarreklänge Zeilen über Liebe und den Gang des Lebens hinweg. So wird Intuit zu einer märchenhaften Gesamtkomposition, die zwar beim ersten Hören nicht gleich als eingängig empfunden wird, sich aber schnell in Seele, Gehörgängen und anderen Sphären festsetzt, wie beispielsweise Always Right. Wer eine Platte der White Rabbits im Schrank stehen hat und sich für Grizzly Bear und Danger Mouse & Sparklehorse begeistern kann, sollte bei diesem Album nicht zögern, sondern zugreifen. Nina-Carissima Schönrock
Sickcity: Arkham VÖ 31.07.09
Sie sind laut, die sind wild und ihre Songtitel lassen irrtümlicherweise auf einen Haufen drogenabhängiger, versoffener Schläger schließen, die hier und da der fiesen Seite der Liebe verfallen: Sickcity sind in ihrer Heimat München längst kein Geheimtipp mehr, sondern hochgehandelte Lieblingsband von Clubgängern, DJs und der Musikpresse. Anhänger, die sich ihrerseits schon lange darüber gewundert haben, dass die Band trotz zweier grandioser EPs und mörderischer Liveauftritte kein Plattenlabel mit ihrem "postnuklearen Diskoschranz" (Bandzitat) für sich begeistern konnte. Doch Little Teddy Recordings haben das strotzende und über die Münchner Stadtgrenzen tropfende Potential von Sickcity erkannt und entsenden diese jetzt mit ihrem Debütalbum in den internationalen Pop-Untergrund.
Ungewöhnlich unruhige und treibende Gitarren treffen teils schon schier psychodelische Synthie-Sounds und vereinen sich mit ihnen zu einem aufgeweckten, aggressiven und mitreissenden Indie-Mix, der abwechslungsreicher und spannender nicht sein könnte. Wer auf der verzweifelten Suche nach Indie-Rock ist, der nicht so klingt wie alles, das von der britischen Insel oder aus Europas Norden kommt, erfährt mit Sickcity eine musikalische Offenbarung, von der sich so manche Szene-Grösse trotz bereits eingetretenen Erfolgs durchaus noch eine deftige Scheibe abschneiden kann. Persönliche Anspieltipps: United We Fall, Crack Whore und Arkham. Nina-Carissima Schönrock
|
Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!