Autodidaktisches musikalisches Wunderkind aus London nimmt in Eigenregie ein paar Songs auf und sorgt für Aufruhr in der englischen Musikwelt. Was bei Patrick Wolf schon fabelhaft funktioniert hat, versucht nun Ben Garrett alias frYars mit seinem Debütalbum Dark Young Hearts.
Bereits mit 18 Jahren machte Ben Garrett erstmals auf sich aufmerksam, als sein Titel The Ides im Internet veröffentlicht wurde. Es folgten eine Tour im Vorprogramm von Goldfrapp und Angebote verschiedener Plattenfirmen. Garrett aber nahm sich noch ein bisschen Zeit, gründete sein eigenes Label, und finanzierte Dark Young Hearts über das fangestützte Bandstocks-Projekt, auf das auch Patrick Wolf schon zurückgriff.
Die beiden Künstler scheinen also ein paar Gemeinsamkeiten zu haben, und das macht sich interessanterweise auch in der Musik von frYars bemerkbar. Schnell ist die Synthie-/Elektro-Schublade aufgezogen, aber so richtig will Dark Young Hearts da einfach nicht reinpassen. Tanzflächenkracher sucht man vergeblich, stattdessen gibt es düstere, experimentelle Songs mit vielen Ecken und Kanten. Die Achtzigerjahre sind auf diesem Album allgegenwärtig, zeigen sich jedoch zur Abwechslung mal von ihrer dunklen und nicht von ihrer poppigen Seite. So überrascht es auch kaum mehr, dass Synthpop-Ikone David Gahan bereits auf frYars aufmerksam wurde und einen Gesangspart zu Visitors beisteuerte.
Trotz des musikalischen Ritterschlags durch den Depeche-Mode-Sänger scheint die Welt des Ben Garrett jedoch ziemlich durcheinander zu sein. Das wird im Laufe der 12 Songs auf Dark Young Hearts schnell klar, denn dieses emotionale Chaos spiegelt sich in der Musik wider. Es braucht ein paar Durchläufe, bis sich Perlen wie Olive Eyes oder Lakehouse herauskristallisieren, doch diese gewinnen dann bei jedem Hören mehr an Glanz.
An anderer Stelle wäre etwas weniger dagegen vielleicht doch mehr gewesen. Garrett ist zweifelsfrei ein sehr begabter Musiker, doch manchmal packt er einfach zu viele Ideen in einen Song. So können vier Minuten auch schnell einmal mit Effekten überfrachtet und anstrengend werden. Diese Momente sind jedoch in der Minderzahl, und so hebt sich Dark Young Hearts durch seine Unberechenbarkeit äußerst positiv von der aktuellen Flut der aalglatten Elektropop-Alben ab. Von frYars dürfte in nächster Zeit noch Großes zu erwarten sein! Bettina Koch
Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!