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Tina Dico: The Road to Gävle
Sunday, 22 November 2009 22:34

Tina Dico - The Road to GaevleDie Herrin des dänischen Singer-Songwritings - Tina Dico - meldet sich vor ihrem regulären siebten Studioalbum mit dem Soundtrack The Road to Gävle zurück. LAXMag-Redakteur Flo hat sie auf ihrem musikalischen Road-Trip durch ihre Heimat einmal genauer unter die Lupe genommen.

Nach ihren drei dänischen und den drei nachfolgenden internationalen Plattenveröffentlichungen hat sich Tina Dico nun - oberflächlich betrachtet - in ein neues Terretorium gewagt. Gerüchten zu Folge begann die Zusammenarbeit mit dem dänischen Regisseur Nicolaj Steen nur als relativ lockere Anfrage, ob sie für sein neuestes Werk Oldboys Musik beisteuern könnte. Das ganze Projekt hat dabei immer größere Ausmaße angenommen, bis Tina letztendlich den kompletten Soundtrack komponiert und eingesungen hatte. Da die Dänin für ihren einfühlsamen Musikstil bekannt ist, hat sie es natürlich auch gemeistert, der Filmvorlage eine sehr gut sitzende musikalische Untermalung auf den Leib zu schreiben.

Schon beim ersten Durchhören wird klar, dass es sich nicht um ein typisches Album aus dem Hause Dico handelt. Passend zum Stil des Road-Movies passieren viele Überraschungen, mit denen man nicht immer gerechnet hätte. Diese erwarten den Hörer in Form von sehr abwechselnden Stimmungen, soundtrack-typischen Füllstücken, die größtenteils instrumental gehalten sind und sich manchmal nur im zwei Minuten Bereich bewegen, aber natürlich auch Songs die alleine für sich stehen können.

Der Protagonist des Coming-In-Age-Films ist ein etwas älterer Herr, der mit seiner Senioren-Fußballmannschaft nach Schweden reisen will, doch auf halber Strecke von seinem Team vergessen wird. Er schließt sich kurzer Hand einem Tankstellen-Räuber an, beginnt langsam Verpasstes nachzuholen und sein Leben endlich zu Leben, wie er es wünscht. Sehr schön hat Tina Dico diese emotionale Reflexion unter anderem in dem Song In Love and War verarbeitet:

I can’t be sure / If I’m in love or at war / ‘Cause i’ve never been in love / And I’ve never been at war / Before

Von seinem Team verlassen, doch neuen Mutes trefft der Protagonist im Film und wir musikalisch schließlich in Schweden ein, der Song dazu heißt Swedisch Skies und wurde als einziger nicht von Tina Dico sondern Helgi Hrafn Jonsson produziert, der die Sängerin auch bei allen weiteren Songs instrumental und gesanglich unterstützt hat.

Wie der Film ausgehen wird, wissen wir noch nicht. Der Soundtrack aber endet mit dem wunderschönen River of What’s Been und dem nachdenklichen Gefühl auf der Reise zu einem selbst nicht alleine gewesen zu sein. Florian Tenk

VÖ 27.11.09




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