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Reingehört: Band Of Skulls, Eels, Midlake
Monday, 18 January 2010 01:00

Reingehört mit Band of Skulls, Eels und MidlakeDas Trio Band Of Skulls überzeugt nicht, wie der Name vermuten lässt, mit Heavy Metal, sondern bringt die Zuhörer auf ihrem Debüt mit Rock-Nummern gehörig zum Tanzen. Die Eels waren auch wieder kreativ und Mr. E verarbeit im Album End Times seinen neuesten Trennungsschmerz. Leise Töne gibt es von Midlake, die sich mit ihrem neuen Album retro-folkig geben.





 

Band Of SKulls - Baby Darling Doll Face HoneyBand Of Skulls - Baby Darling Doll Face Honey
VÖ: 22.01.10

Band Of Skulls aus Southampton sind zum einen Dank ihres Songs Friends auf dem Soundtrack zum erfolgreichen Vampir-Epos Twilight New Moon in aller Munde. Außerdem gehören sie zu den Bands, deren Single I Know What I Want kräftig als "free single of the week" durch iTunes in die Charts getrieben wurde. Nun haben sie ihr Debüt mit dem entzückenden Namen Baby Darling Doll Face Honey veröffentlicht, welches sie in Radioheads Courtyard Studios mit Ian Davenport (Supergrass, Badly Drawn Boy) aufgenommen haben.

Zu hören gibt es elf sehr abwechslungsreiche rockig-treibende Stücke mit dreckigen Gitarrenriffs wie bei Bomb, herzergreifende folkig-melodische Gesangsduette der Sänger Russel Marsden und Emma Richardson wie bei Cold Fame oder Honest und auch eine Portion Blues darf nicht fehlen, wie bei Blood gehört. Hit-Potential hat auf der Platte definitiv der gitarrenlastige Song Death By Diamonds And Pearls, der sofort ins Ohr und kräftig in die Beine geht. Für Fans der White Stripes und ähnlichen Rockbands ein Muss. Christine Bulla

 

eels - end timesEels - End Times
VÖ: 22.01.10

Gerade mal sieben Monate nach Hombre Lobo hat Marc Oliver Everett aka E mit End Times wieder ein neues Album seiner Band Eels am Start. Es ist das mittlerweile achte Studioalbum, welches E größtenteils im eigenen Keller aufgenommen hat. Auf dem Cover sieht man das Art Work eines vom Leben gezeichneten und traurig blickenden alten bärtigen Mannes. Everett selbst sagt darüber, es sei ein Trennungsalbum und das Gegenstück zum fröhlichen Vorgänger. Dementsprechend lässt sich die Playlist lesen. Von The Beginning, über End Times, Unhinged und am Ende On My Feet reflektiert es wohl alle Phasen einer Loslösung.

Viel Akkustikgitarre und Klavier gibt es bei den ruhigeren und oftmals sehr traurigen Songs zu hören. In I Need A Mother besingt E die Notwendigkeit einer Mutter, die einen unterstützt und einem hilft, in My Younger Days kommt das Thema Trennungsschmerz dann erst richtig zum Ausdruck: "But I’ve had enough, been through some stuff. And I don’t need any more misery to teach me what I should be. I just need you back". Das erzählt er auch seinem Freund, dem Vogel, im Song Little Bird.

Auf die Eels-typische Orgel muss man bei den blues-rockigen Stücken wie Paradise Blues aber trotzdem nicht verzichten und Gone Man sorgt zudem für ordentlichen Schwung mit der E-Gitarre. Ein inhaltlich rundes Konzeptalbum, über das E selbst sagt, es wird von vielen das liebste und für viele das schlechteste Eels-Album aller Zeiten sein. Er sei auf alles vorbereitet. Christine Bulla

 

MidlakeMidlake - The Courage of Others
VÖ: 29.01.10

Schon das Retrocover gibt einen klaren Hinweis auf die musikalische Heimat des neuen Midlake-Albums The Courage of Others. So wandelt die texanische Band auf den Spuren des britischen Folks der Sechziger und Siebziger Jahre.

Midlake
haben eine lange musikalische Reise hinter sich, so starteten sie als Jazz- und Funk-Band in den späten Neunzigern. Seitdem hat sich viel geändert, nicht nur an der Besetzung, sondern auch an der musikalischen Ausrichtung. Der Sänger Tim Smith begann zunehmen Titel im Stil der Sixties und Seventies zu schreiben, bisher jedoch eher an Bands wie etwa Jethro Tull orientiert. Der Höhepunkt dieser sich zurück besinnenden Musik ist nun erstmal mit dem folkigen The Courage of Others erreicht.

Elf Titel sind auf dem neuen Werk zu finden, allesamt strahlen sie Wärme, Ruhe und Gelassenheit aus. Wenn man es nun mit dem Vorgänger The Trials Of Van Occupanther vergleicht hat sich nicht nur die Musikrichtung geändert, auch ist das neue Werk melancholischer und noch viel stärker durch die sanfte Stimme Tim Smiths getragen und geprägt.

Wer sich gerne in ruhiger, leiser Musik suhlt, der ist mit The Courage of Others sicher bestens beraten. Ein perfektes Album für den Winterausklang. Rebekka Schwarz

 




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