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Reingehört: Musée Mécanique, Setting Sun, Basia Bulat

Reingehört mit Musée Mécanique, Setting Sun und Basia BulatMit ihrem Debütalbum wollen Musée Mécanique an Klänge alter Musikmaschinen erinnern, ganz im Sinne der Ausstellungsgüter ihres Lieblingsmuseums. Setting Sun bringen Sonne in die Herzen mit ihrer bunten Mischung aus Space-Pop und Elektro-Folk. Die Kanadierin Basia Bulat schafft es mit ihrem zweiten Album, das durch melodiösen Folk und eine bezaubernde Stimme glänzt, ihr Debütalbum zu übertreffen.  





Musée Mécanique

Musée Mécanique - Hold This Ghost
VÖ: 29.01.10

Nach einem mechanischen Museum in Oregon haben sich die fünf Bandmitglieder von Musée Mécanique benannt. Klingen wollen sie nach eigenen Angaben etwas wie dort ausgestellte mechanische Musikinstrumente und Klangmaschinen. So wundert es nicht, dass sich die Band in Sachen Instrumentierung auch an Ungewöhnlichem wie einer singenden Säge oder Glockenspielen zu schaffen machen.

Alles in allem mutet die Musik ihres Debütalbums Hold This Ghost tatsächlich mechanisch und alt an. Wie von einer alten Schallplatte erklingen die Töne aus den Lautsprechern. Auch die Texte und Themen der einzelnen Titel erinnern an längst Vergangenes, wie etwa in The Propellors der Erste von den Wright Brüdern gebaute Propeller und die dahinterstehende Flugtheorie besungen wird.

Trotzdem ist die CD in ihrer Gesamtheit etwas zu ruhig, zu gleichförmig geraten, so fließen die Lieder ineinander und allzu leicht schweift man als Hörer ab. Die melancholische Stimme des Sängers Micah Rabwin tut ihr Übriges dazu. So interessant der Ansatz von Hold This Ghost auch ist, so langweilig ist leider die Ausführung. Rebekka Schwarz




setting sun fantasurrealSetting Sun - Fantasurreal
VÖ: 02.02.10

Setting Sun, das ist das New Yorker Duo Erica Quitzow und Gary Levitt. Zusammen machen sie eine fröhliche Mischung aus Space-Pop und Elektro-Folk. Das Ganze wird wird Trompete und Streichern untermalt und am Ende wird ihm eine Krone mit vielen kleinen funkelnden elektronischen Synthie-Spielereien aufgesetzt. Wie auch beim aktuellen Album Fantasurreal, welches das bereits vierte Album des Duos ist.

Hier gibt es zehn fröhliche aber auch melancholische Stücke, die von der Instrumentalisierung des Öfteren an Arcade Fire erinnern und ständig hat man das Bild des verstorbenen Ellioth Smith vor Augen, wenn Levitt singt. Setting Sun können beides: Catchy Popsongs, die Spaß machen, was gleich der Einstiegssong Driving beweist und großen, verzierten melodiösen Folk wie Don’t Grow Up. Christine Bulla





Basia BulatBasia Bulat - Heart of my Own
VÖ: 25.01.10

Eingänglicher wie Basia Bulats Heart of my Own kann ein Album kaum sein. Schon die ersten Töne von Go On fesseln sofort und man weiß: Alles wird gut. 

Basia Bulats Stimme, vibrierend, sanft, wenig süßlich, erinnert an die Stimmen von Folksängerinnen der Sechziger Jahre, wie etwa an die Joni Mitchells. Musikalisch ist die junge Kanadierin aber ganz im Jetzt und Heute. Ruhige, melodiöse aber vor allem Gute Laune bringende Klänge dominieren das neue Album, auch wenn das düstere Cover darauf nicht schließen lässt. So einfach die Namen der einzelne Stücke sind, so genial ist deren musikalische Umsetzung. Mit Instrumenten wird nicht gegeizt und doch nie übertrieben. Neben den typisch auftretenden finden sich Geigen, Banjos und vieles mehr. Ein klug eingesetzter Hintergrundchor tut sein übriges.

Abwechslungsreich und unabhängig ist was man bei Basia Bulat hört, daher fallen Vergleiche zu anderen Singer- und Songwriterinnen schwer bis unmöglich. Zu sagen bleibt nur: Unbedingt empfehlenswert, unbedingt hören und unbedingt genießen. Rebekka Schwarz



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