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Young Love: Too Young To Fight It
Wednesday, 03 October 2007 20:19
Young Love: Too Young To Fight It

Der Name der Band ist Programm: Ein Grund, weswegen unsere Redakteurin Eva Deinert sich nicht vorstellen kann, dass man keine junge Liebe zu der Musik der New Yorker entwickeln kann. Für euch hat sie Too Young To Fight It genauer durchgehört.

Frech, rhythmisch, verzerrt - das sind Young Love in drei Worten. Motto des Albums: Schmeißt die Disco-Kugel an, macht das Wohnzimmer zur Tanzfläche: Hier bleibt kein Bein unbewegt. Young Love haben die Synthesizer abgestaubt und wieder hervorgeholt. Party-Disco-Musik à la 70er Jahre klingt da gleich beim ersten Stück Discotech aus den Boxen. In all die Elektro-Indie-Pop-Nummern reihen sich auch Too Young To Fight It und Nameless One ein. Tanzbar, mitreißend, bewegend. Auf den ersten Dancehit folgt Akustik-Gitarre und Keyboard vereint in Give Up.

 

Entgegen bösen Kritikern muss ich sagen: Die Musik funktioniert. Young Love sind durchaus innovativ. Eingängige Rhythmen und der Wechsel von Elektro zu Rock zu Pop und zurück geschieht in einem Fluss. Die verzerrte Stimme von Dan Keyes machen das Album zu einer runden Sache.

 

Unschlagbar ist beispielsweise: Closer To You. Nur wenige Bands bringen es fertig, eine Ballade mit schnellem Rhythmus zu hinterlegen, sich auf zwei, drei Akkorde zu beschränken die in Mark und Bein übergehen, aber dennoch für eine melancholische Stimmung sorgen. Und minimal wie die Hookline ist auch die Aussage: „I wanna geht closer to you. I'm on the outside looking in."

 

Elektronischer wird es wieder bei Find A New Way. Wer den Song live erlebt darf, weiß was ich meine! Denn hier steckt unglaubliches Live-Potential drin mit Mittanzgarantie.

 

Sänger Dan Keyes kommt ursprünglich aus der Rock-Ecke: Seine Rockband mit dem ungewöhnlichen Namen This may be the year I disappear löste sich jedoch auf und er wechselte in die Elektro-Szene. Die rockigen Einflüsse sind bei Young Love noch deutlich zu hören. Das ist es auch, was das Album so interessant macht, zum Beispiel bei dem Highlight der Platte Underneath The Night Sky. Dort vereinigen sich Keyboard und Rockgitarre zu einem ordentlichen Elekto-Indie-Song. Kritik würde ich allenfalls bei der Ballade Tell Me zulassen, die auch von US5 stammen könnte und etwas plump auf die Tränendrüse drückt.

 

Der Rausschmeißer Close Your Eyes, der die Platte sanft ausklingen lässt, ist da viel besser gelungen. Es gesellen sich zur Akustikgitarre auch Flöte und Tamburin hinzu und durch den zweistimmigen Gesang ergibt der Song Lagerfeuermusik zum Träumen.

 

Fazit: Anhören. Und Young Love auf jeden Fall live anschauen. Denn manche Songs, von denen man es nicht denken würde, gehen live erst richtig ab. Dan Keyes ist ein Energiebündel auf der Bühne. (Eva Deinert)

 

VÖ: 05.10.2007




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