Zugegeben, der Nachname Dylan ruft in der Folkwelt nicht gerade die geringsten Erwartungen hervor. Wenn es sich dann aber tatsächlich um den Sohn des Großmeisters persönlich handelt, wachsen sie fast ins unermessliche. Jakob Dylan veröffentlicht dieser Tage seine zweite Soloplatte Women and Country und bahnt sich seinen eigenen musikalischen Weg, etwas abseits von dem seines Vaters.
Nachdem Jakob Dylan mehre Jahre mit The Wallflowers Musik machte, folgte 2008 sein Solodebüt Seeing Things auf dem er dezente, schlichte und gerade deshalb wunderbare, meist akustische, Folksongs präsentierte. Bei Women and Country, soviel kann gesagt werden, ist der Name Programm.
T Bone Burnett, Produzent des Albums, kam schnell auf den Gedanken, weibliche Sangeskolleginnen zur Unterstützung dazuzuholen. Seinem Ruf folgten, laut Dylan unerwarteterweise, Neko Case und Kelly Hogan, beides namhafte Singer- und Songwriterinnen, beides Damen, die dem Country alles andere als abgeneigt sind.
Musikalisch dürfen die Hörer eine Reise durch das ländliche und frühe Amerika antreten, geführt von Dylans Stimme, die so spröde und warm klingt, wie manche Landschaften in den USA anmuten mögen. Auch dieses mal setzt der Musiker eher auf die akustischen Klänge, so spielen vor allem Akustikgitarren eine wichtige Rolle, kombiniert mit dem einen oder anderen Trommelklang, ein paar Trompetentönen und countryesquen Instrumenten wie der Pedal Steel Guitar.
Women and Country könnte leicht als eine Art Befreiungsschlag Dylans gewertet werden, da es musikalisch eher der Countrymusik zugesprochen werden kann, und nicht dem Folk. Daher kann man es weit weniger mit der Musik der berühmten Vaters vergleichen, als Seeing Things. Doch gerade die Übernahme des Countrys über den Folk macht das Hören teilweise mühsam, gerade bei Titeln die sehr stark darin verwurzelt sind, wie etwa Everybody's Hurting. Freude hingegen rufen Songs hervor wie Standing Eight Count, da sie aus dem Schema ausbrechen und einen kurzen Einblick in die Vielschichtigkeit bieten, die Jakob Dylan zeigen kann, wenn er denn will.
Trotzdem ist Jakob Dylan eine durchaus respektable, weil eigenständige, CD gelungen, die konsequent vom Cover bis zur Musik den Titel verkörpert - Women and Country eben. Rebekka Schwarz
VÖ: 09.04.2010
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!