Home icon Home»Laut»Rezensionen»Reingehört: Stars, We Are Scientists, James Yuill
Reingehört: Stars, We Are Scientists, James Yuill
Thursday, 01 July 2010 00:00

Wer Are Scientists, The Stars, James YuillDrei neue Platten für das Summerfeeling und dann ist auch noch für jeden etwas dabei: Folk? Indie? Electronica? Wer sich in welcher Disziplin am besten schlägt, hat LAX-Redakteur Flo für euch heraus gefunden.









Stars - The Five GhostsStars: The Five Ghosts
VÖ: 22.06.10

Die Kanadier mit dem behaglichem Sound haben sich nun endlich mit ihrem fünften Studioalbum zurückgemeldet. Die Musik mit Wohlgefühl zu verbinden, soll hier allerdings keines Falls eine Herabwürdigung ihrer künstlerischen Tätigkeit sein, im Gegenteil. Wieder verstehen es die Stars selbst bei den etwas dramatischeren Passagen, elektronischen Spielereien und melancholischen Magengruben-Songs immer eine gewisse Beschwingtheit und einen Optimismus an den Tag zu legen.

Mit The Five Ghosts ergibt sich auf den ersten Blick keine große Veränderung zum Vorgänger In Our Bedroom After The War. Bei genauerer Betrachtung lässt sich dann doch erkennen, dass die elektronischen Elemente zugenommen haben, so ist The Passenger sogar mit einem New-Wave-Beat versehen. Zum anderen schimmert die Dramatik etwas mehr durch, bei einem der Highlights des Albums, He Dreams He's Awake taucht dann sogar ein mystischer Chor auf.

Anderes hätte man aber auch gar nicht erwartet. Die Band machte, was sie am besten kann. Musik für die ruhigen Momente des Sommers, wo selbst die delikaten und traurigen Textstellen immer mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen gesungen werden. Florian Tenk


We Are Scientists - BarbaraWe Are Scientists: Barbara
VÖ: 18.06.10

Haben es die alten Forscher der Indie-Szene geschafft, DEN Soundtrack für den Sommer zu veröffentlichen? Wenn man der Frage auf den Grund geht, macht gleich der erste Song Rules Don't Stop schon einen ganz schicken Eindruck. Kraftvolle Gitarren-Riffs, eingängiger Refrain, der dem DJ vielleicht sogar mal wieder das Drücken der Mute-Taste erlaubt, und was man sonst noch von einem typischen Indie-Song erwartet.

Auch der darauffolgende Track kann mit dem selben Muster glänzen. Doch kann das alles sein, was man für einen großen Sommersong braucht? Leider nein. Bei aller Sympathie für die Jungs, doch die zehn Songs auf Barbara dafür einfach zu simpel gestrickt. Das klingt nett, tanzbar, aber zu Weilen einfach lieblos.

Da kann der Song Pittsburgh, welcher aus dem sonstigen Schema ausbricht und eher die ruhigen und dunklen Seiten der Band hervorbringt, auch nicht mehr so viel retten. So kann man für die prägnanteste Beschreibung tragischerweise die Band selbst zitieren: Nobody moves, Nobody get hurt. Florian Tenk


James Yuill - Movement In A StormJames Yuill: Movement In A Storm
VÖ: 18.06.10

James Yuill ist ohne Zweifel einer der außergewöhnlichsten Künstler die 2009 auf der Bildfläche erschienen ist. So kombiniert er nicht nur Folk mit Elektro und nennt das dann Folktronica, sondern er ist auch Solokünstler und bedient live Mischpult, Loopmaschinen und ähnliches, während er auch noch auf seiner Akustikgitarre vor sich hin spielt.

Bei allen Nerd-Punkten, die er sich durch seinen Ehrgeiz und seine optische Erscheinung verdient, bleibt der Dancy-Fancy Stil vieler seiner Lieder doch durchwegs erhalten. Und auch wenn pluckernde Beats den Grundton bestimmen, schwelgt doch alles in trauter Friedlichkeit dahin, wie zum Beispiel bei Trailer Son, dem Abschluss-Songs des Albums.

Yuill zeigt hier wieder sehr schön, dass akustische Instrumente und elektronische Beats auch gut Freunde sein können und auf der anderen Seite, dass elektronische Tanzmusik nicht immer nur simpel und krachend gestrickt sein muss. Florian Tenk

 

 




Kommentar schreiben
Name:
Email:
 
Titel:

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 

Kommentare