| Roman Fischer: Roman Fischer |
| Thursday, 22 July 2010 21:51 | |||
Wunderkind der deutschen Indiemusik, Posterboy des Indiepop - spätestens mit seinem zweiten Album Personare wurde Roman Fischer tief in eine Schublade gesteckt, aus der wieder herauszukommen gar nicht so einfach ist: der sensible Junge am Klavier, den es aus der bayerischen Provinz in die wilde Hauptstadt Berlin verschlagen hat. Eigentlich ja eine ganz gemütliche und erfolgversprechende Ecke. Doch auf seinem neuen, schlicht selbstbetitelten Album setzt Roman Fischer zum musikalischen Befreiungsschlag an.
Vielleicht ist er einfach die ewigen Vergleiche mit dem unangefochtenen König der deutschen Alternativsentimentalpopper, Maximilian Hecker, leid. Von sanften, melancholischen Klaviertönen ist auf Roman Fischers neuestem Werk nämlich erst einmal nichts zu hören. Stattdessen gibt es als Opener die Single Into Your Head, die schon seit Wochen die einschlägigen Tanzflächen füllt. Jawohl, Tanzflächen! Roman Fischer ist tatsächlich tanzbar geworden, lebt ganz klar eine innige Liebe zu Pop und Synthies aus. Dazu kommt bei Into Your Head eine gnadenlose Hookline, die - man möge mir das plumpe Wortspiel verzeihen - einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Mit We'll Meet Again geht es erst einmal im selben fröhlichen Tempo weiter, bis Roman Fischer bei Song Nummer drei die Richtung ändert. Der hymnische Refrain von Not For Everyone, bei dem eigentlich nur noch der bei vielen Musikern gerade sehr angesagte Kinderchor im Hintergrund fehlt, kann allerdings nicht so wirklich überzeugen. Größte Überraschung auf dem Album ist das teilweise deutschsprachige All Night All Day, bei dem Roman Fischer irgendwo zwischen NDW und Punkpop seinen Herzschmerz besingt. Der geneigte Zuhörer schüttelt da im ersten Moment natürlich zunächst verwirrt den Kopf, doch kaum haben sich die Ohren an des Fischers neue Klänge gewöhnt, bleibt nur noch Begeisterung für diese Frische und Experimentierfreudigkeit. Natürlich setzt Roman Fischer dem mit Sooner Or Later gleich wieder einen melancholischen Höhepunkt entgegen. Ruhige Klänge, Klavier und ein Text über Suizid und Lebenskrisen, das hatten die meisten wohl auch von diesem Album erwartet. Tatsächlich schafft es Roman Fischer auf seinem dritten Werk jedoch fast durchgehend, seine neue poppige Unbeschwertheit mit seinem Talent für dramatische Momente und ergreifende Melodien zu kombinieren. Es klingt, als sei Roman Fischer in den vier Jahren seit Personare endgültig erwachsen geworden und aus seiner bequemen Schublade herausgewachsen. Er ist mit sich und seiner Musik völlig im Einklang. Sein drittes Album ist daher auch genau das, was der Titel besagt: Roman Fischer. Bettina Koch VÖ 23.07.10
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!