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Paniq: Story Of Ohm
Monday, 14 January 2008 14:15

So elektronisch, dass es die Platte nur im Netz gibt: PaniqIhr wollt mehr Elektro, ihr bekommt mehr Elektro. Paniq. Der hat etwas mit den Beastie Boys gemeinsam, nämlich sein Mitwirken beim Chaos Computer Club. Hinter Paniq steckt nicht nur ein Hamburger Musiker, sondern auch System. Teils technisch, teils politisch, in allen Punkten durchdacht. Die neue Platte heißt Story Of Ohm und bedeutet rein virtuell veröffentlichtes und erhältliches Easy Listening. Gewöhnungsbedürftig, meint Flo vom LAXMag.

 

Paniq macht Elektromusik, wie sie in der Demoszene bekannt ist. Computergenerierte Sounds, einfacher Bass, Synthesizer. Damit könnte auch schon alles gesagt sein, auf die ersten sechs Stücke seines neuen Werks Story of Ohm trifft diese Beschreibung ohne Abstriche zu. Immer wieder ein bisschen anders. Aber eben immer auch wieder ein bisschen gleich. Einzig das sehr schnelle und absolut tanzbare Liberation sticht da hervor.


Wer mit der Subkultur der Demoszene nicht vertraut ist, also mit der Kunstform, der Klangfähigkeit früher Heimcomputer wie dem Commodore 64 oder dem Amiga Musikstücke abzutrotzen, bekommt mit Paniq eine erkorene Chance, um sich mit dieser Art von Musik länger zu beschäftigen.


Ein Glück ist es, dass die Platte nicht nur sechs Stücke enthält, sondern derer zwölf. Die zweite Halbzeit ist weitaus abwechslungsreicher und gewinnt dadurch stark. Nicht unbedingt durch den Gesang, der ist nicht die Sache eines Elektrokünstlers. Doch gegen Ende legt Story of Ohm seine zeitweilige Eintönigkeit ab.


In der zweigeteilten Komposition I lie awake/Der Sturz ist im ersten Teil gar eine verzerrte E-Gitarre zu hören, im zweiten Teil die leider recht monotone Stimme von Paniq, zum Schluss hin wird sogar das James Bond-Thema eingebaut. Wen die Platte nicht umhaut, der muss zugeben, dass sie zumindest interessant klingt. Webelektro von Paniq, der eigentlich Leonard Ritter heißt und Mitglieder der deutschen Demogruppe Farbrausch ist. Demo in allen Ehren, aber vielleicht wäre Vielfalt eben doch die bessere Wahl gewesen. (Florian Zick)




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