Home icon Home»Laut»Rezensionen»Slut: StillNo1
Slut: StillNo1
Monday, 21 January 2008 13:17

Slut: StillNo1 Es ist soweit: Slut sind zurück aus dem Studio, direkt auf Deutschlands Bühnen. Das Clubkonzert in München ist ausverkauft, der Vorverkauf für die Tour in März ist schreitet rasant voran. Um euch schon mal richtig heiß auf die Band zu machen, haben wir die neue Platte schon mal für euch angehört. Willkommen auf einem Rundgang durch Sluts neues Studioalbum Still No1. Die Führung übernimmt Redakteurin Eva Deinert.

 

Mit Sum it up betreten wir nun nach vier Jahren das renovierte Musikhaus von Slut. Endlich öffnen sie wieder die Tore und wir werden in das neue Zuhause eingelassen.

 

„Come get yourself together. Let's try the best we might" sind dann die ersten Willkommen-zurück-bei-uns-Worte zur Begrüßung. Mit Klaviermusik beginnend steigen wir in rockigem Up-Tempo die Treppe hinauf und kosten die Eröffnung bis zum letzten Klang der Gitarre zu „Come on" aus. Ja, hier verweilen wir.

 

StillNo1, der Titelsong zur Platte, ist dann direkt das nächste Stück und um Klarheit zu schaffen, dass es nicht als ein aufgeblasenes Ego-Gestreichel zu verstehen ist, sei hier kurz daraus zitiert: „Whatever it takes to get numb I´ll be still number one". Also keine Überheblichkeit, im Gegenteil. Wir sind also im verstaubten Kinderzimmer angelangt. So fühlt es sich an, wenn sich jemand eingestehen muss, seine vermeintlich ewig währende Kindheit endgültig verloren zu haben: „The older we´re getting the less we are able to say" oder „The less we can feel and the sadder we talk the more we must steal from the ones that we love".

 

Nachdem das geklärt ist, betritt die Dame des Hauses den Raum und beherrscht ihn sofort. „If I had heart" ist nicht nur ein Song, der straight daherkommt, sondern auch nach eigenen Aussagen von Slut „eine sehr starke Persönlichkeit" hat. Alle Augen sind auf diese Lady gerichtet. Sie scheint aus den 80ern zu kommen und klingt nach einem Flirt mit Dave Gahan. Doch altmodisch ist sie keineswegs, sie ist trendy, stylish und passt wunderbar zum Retro-Hype, der heute die Clubs bestimmt.

 

Danach werden wir ins Schlafzimmer gelockt und mit einem Seelenstriptease zu Klavier-Klassik Wednesday überrascht. Emotional sehr berührend und absolut verführerisch.

 

Weiter geht's in den Partykeller des Hauses Slut. Odds and Ends ein absolutes Highlight auf der Platte. Beschwingt lädt der Song zum Tanzen ein, doch der Text ist steht mit seiner ernüchternd melancholischen Aussage dem entgegen. Party-Keller eben. Das ist jedoch keineswegs abwertend zu verstehen! Diese sensationelle Mischung macht süchtig und kann problemlos in Dauerschleife gehört werden, ohne dass Langeweile aufkommt! We got lost in the battle with Rock'nRoll wird am Ende hinterhergeschoben - ein Motto, dass man gern auf einem T-Shirt durch die Indierockwelt tragen möchte.

 

Daran schließt sich ein weiterer Party-Song an, der ein Wohlfühlgefühl vom warmen Zuhause schon in seinem Titel fordert: Better Living! „Is anybody here to entertain you?", schallt es durch den Raum. Nach dem Motto „Unsere Party muss schöner werden" spitzt sich der Gute-Laune-Song zu und bereitet den Eintritt ins Musikzimmer vor! Akkordeon, Trommeln und Mandolinen heißen uns auf dem Höhepunkt Willkommen.

 

Und mit Failed on you wird das Staunen, das Sich-Umschauen, das Beeindruckt-Sein von all der musikalischen Vielfalt in dem riesigen Musikzimmer, wo das große Talent verborgen liegt pompös zum Ausdruck gebracht. Ein großer Filmsong zu einem Kinoblockbuster.

 

Mit Tomorrow will be mine werden wir an die Bar des Hauses gebeten, denn: Tomorrow will be mine ist ein wichtiges Trinklied, nicht mehr und nicht weniger. Weil Trinken auch wichtig ist. We wanted the drums to roll it all over. They do it. Gut so." Cheers!

 

Say Yes To Everything ist der Rausschmeißer, der den Rundgang im Slut-Studioalbum Nr. 6 mehrstimmig und mit allem Tamtam und handwerklicher Begabung der Herren beendet. Sit down and relax and we last forever werden wir noch einmal gebeten und dann mit diesem Gute-Nacht-Lied in den Abend verabschiedet. Die Herren ziehen nochmals alle Register und langsam begeben wir uns zur Tür We say thank you for passing us by! rufen sie hinterher. Dann schließt sich die Tür.

 

Danke für den Besuch und bestimmt Auf Wiedersehen! (Eva Deinert)



VÖ 25.01.2008




Kommentar schreiben
Name:
Email:
 
Titel:

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 

Kommentare