| Millencolin: Machine 15 |
| Sunday, 06 April 2008 13:31 | |||
Was erwartet man von einer Band, die seit Jahren immer beständige Hits abliefert und ihre Fans noch nie enttäusch hat? Ein weiteres Album voller Melodien und schneller Songs, die einen mitreißen. Eines steht nach dem Anhören fest: Die Band kann nicht versagen, denn man hat sich an sie gewöhnt und will sie auch gar nicht mehr hergeben. Warum, das sagt euch unser Redakteur Dominik.Landeier, die in die Stadt gezogen sind, kennen das. Man kommt einmal im Jahr in die Heimat zurück und weiß was einen erwartet: Das selbe wie immer. Die selben Leute sitzen in den selben Kneipen und reden über die selben Dinge. Nichts hat sich geändert, außer dass sich die Zeiger der Kirchturm-Uhr ein paar Mal im Kreis gedreht haben. Man kann sich darauf verlassen, das alles noch so ist wie die Jahre zuvor. Vielleicht gab es kleine Änderungen, weil manche Leute reifer wurden - letztlich aber alles nur Quantensprünge im Kosmos der Heimat. Hier fühlt man sich wohl. Genauso ist es bei Millencolin. Seit nun mehr 15 Jahren lassen uns die Schweden teilhaben an ihren flotten Songs, gespickt mit Melodien und - dank Nicola Sarcevics Stimme - der Sehnsucht, die sie verbreiten. Natürlich hat sich die Band zwischen dem Erstling Tiny Tunes und Machine 15 weiterentwickelt. Die Schritte sind jedoch nur minimal und schleichend, so ist die aktuelle Platte eine logische Weiterentwicklung des großartigen Vorgängers Kingwoods. Der Titelsong Machine 15, Done is Done sowie Who´s laughing now sind wie die wilden Jungs aus dem Heimatort, die sich betrinken, rauchen, auch mal prügeln und auf der Kirmes beim Autoscooter alle anderen rammen. Geradeaus, direkt und stets für Stimmung sorgend - wo auch immer sie auftreten. Verirren sich plötzlich Fremde in den Ort, werden Sie von eben diesen Jungs aus dem Dorf gejagt, die zur Feier des Tages Danger for Strangers gröhlen und in die einzige Bar des Ortes ziehen, dem Turnkey Paradise. Dort zappeln die gut gelaunten Tanzmäuse zu Detox, während das Pärchen, das in der dunklen Ecke hinter der Dorfkirche fremd geht, sich zu Vicious Circle aneinander reibt. Ganz normale Routine auf dem Land, zu der Millencolin mit Broken World, Ducks&Drakes und Come on den Soundtrack liefert. Stücke, die man von den Schweden gewohnt ist und sogar erwartet, Pflicht-Hits auf jedem Album, ohne Schnörkel und Überraschungen. Einen eigensinnigen Typen hat jedes Dorf, auf Machine 15 ist es Route One. Eigentlich reiht sich der Track ganz normal in die Millencolin Evergreens ein, doch dass Nicola mit seiner Stimme spielt und einzelne Wörter wie Kaugummi in die Länge dehnt, ist sicher ungewöhnlich - trotzdem fällt das Lied nicht aus der Reihe, sondern passt hervorragend in die Gemeinschaft. Es gibt aber auch immer Leute, die ihre Heimat nicht schätzen, sich dort gefangen fühlen, raus aus dem Alltag flüchten wollen und Sehnsucht haben nach Veränderungen. Sie sitzen in ihrem kleinen Kämmerchen und singen Saved by Hell, ein emotionales Stück, das Nicola Sacevic auszeichnet, der seine ganze Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Melancholie in das Lied legt. Ein würdiger Abschluss der Platte, die einen mit dem schrammelnden Akustikstück End Piece wieder von der Heimreise zurück holt. Dominik Hoferer
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!