Ijen Martin müsste eigentlich ein liebenswerter Außerirdischer sein. Wieso sonst klingt seine Musik so, als würde er gut gelaunt durchs All schweben und dabei unsere Erde durch ein buntes Space-Kaleidoskop betrachten? Earth is Fun heißt passend sein Album voll fröhlichem Elektropop und Soundexperimenten, die das Leben auf dem blauen Planeten in seiner ganzen Vielfalt musikalisch nachvollziehbar macht.
Zum Reinhören vom neuen Album: Sell What You Love The Most
Abgehobenheit kann man Ijen Martin aber nicht vorwerfen, denn er stammt ganz bodenständig aus dem ländlichen Hummelgau im Bayreuther Land. Spielte schon mit acht Jahren Schlagzeug und versuchte sich als Autodidakt an so gut wie allen gängigen Instrumenten. Bis er für seine ersten eigenen Arrangements den Computer als Produktionsmittel entdeckte.
Der Soundkünstler, der mittlerweile in Berlin lebt, tourte mit Bands wie Paperflowergarden und Skeksis. Als elektronischer Allrounder komponierte er Stücke und akkustische Hintergrund-Atmos für die Theatergruppe Nico and the Navigators und arbeitete mit Berliner Bands wie Kitty Solaris und Wonderboy in Monsterland zusammen. Sein Song Ballyhoo Dragoncat wurde unter vielen Titeln für Werbespots der Deutschen Krebshilfe ausgewählt.
Nun erscheint sein erster Longplayer Earth is fun als elektronische Pop-Hommage auf das Leben. Sleep the news eröffnet mit Banjo-ähnlichen Saitenklängen und Glöckchen-Sound, bevor eine elektronische Kirchenorgel erklingt und Martins freundlich helle Stimme einsetzt. What it’s for ist eine Nummer schriller, vereint das gesteigerte Tempo mit gesampelten Streichern. Wenn der Klangtüftler komplexe Soundschichten übereinander legt wie andere Leute gebügelte Tischtücher, klingt der Titel I try to be simple schon ein bisschen nach Selbstironie.
Eine verzerrte Robot-Stimme begleitet das ansonsten instrumentale UU BY in D, trotzdem muss man auf Earth is fun nicht vor verkopften Allüren fürchten. Gitarre und Händeklatschen machen aus Sell what you love fast schon einen Folksong. Skarhythmen aus synthetischen Posaunen machen A car to live in tanzbar, Akkordeon erklingt passender Weise zum Song The Miss Sea. Zärtliche Balladen wie In Love with Love ergänzen den Elektro-Mix, der hörbar macht, wie komplex das Leben eigentlich sein kann.
Von den Niagara Falls bis zum Licht, das sich in Regenbogenfarben auf einem CD-Rohling bricht – es kommt einem so vor, als ließe Ijen Martins schräger Happy-Sound die kleinen und größeren Wunder dieser Welt musikalisch Gestalt annehmen. Während wir noch staunen, wendet er mit einem leisen Lächeln seine Weltraumkapsel und gleitet losgelöst in eine neue Galaxie. Petra Schönhöfer
Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!