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The Late Call: Leaving Notes
Thursday, 02 April 2009 01:00

The Late Call hinterlässt NachrichtenThe Late Call, so nennt sich der Singer/Songwriter Johannes Mayer – nach den nächtlichen Anrufen seiner schwedischen Freundin. Auf seinem Debut Album Leaving Notes beweist er, dass er außer seiner sanften Stimme nur einige akustische Instrumente braucht, um ein fantastisches Klangkunstwerk zu erschaffen.

Auf seiner MySpace-Seite hat der 27-Jährige, der Stockholm als Heimatort angibt, eine kleine Geschichte parat über den Beginn seiner Gesangskarriere. Eine gute und eine böse Gitarre sind darin involviert und ein Wettkampf mit dem Nachbarn darüber, ob dessen Schnarchen oder Johannes’ Gitarrenspiel lauter ist. Herr Mayer geht eindeutig als Sieger hervor, was gut ist, und jetzt hat auch das Warten auf sein Debut Leaving Notes ein Ende.

Elf bittersüße Stücke vereint er auf seinem Album, die einen auf eine musikalische Reise mitnehmen, die thematisch alles umfasst: Vom Ankommen bis zum Abschied von der Freundin über kleine Momentaufnahmen des Lebens und die Freundschaft. In dessen intime und melancholische Stimmung wird man bereits bei den ersten Klängen des treibenden Openers Put Your Lights On hineingezogen.

The Late Call und seine gute Gitarre bilden auf dem ganzen Album stets die Basis aller Stücke, auf harte Schlagzeugbeats verzichtet er komplett. Für Thinking What To Say holt er sich Unterstützung vom Klavier, bei Better For While begleitet ihn ein Akkordeon, in Friend hört man gelegentlich ein Glockenspiel. A Sunny Spell To Fight For lebt von der Ziehharmonika und den Streichern, die die Melodie spielen, währen die Gitarre den Rhythmus vorgibt. Mit dem von Streichern getragenen The Summertime verabschiedet sich Johannes Mayer von seinen ZuhörerInnen, lädt sie ein auf ein letztes Zwiegespräch mit der verflossenen Liebe.

Bewusst hat er für sein erstes Album nur akustische Instrumente verwendet. Damit erschafft er Musik, die aus einer anderen, friedlichen Welt zu kommen scheint. Eine Welt, die er sich mit den Damien Rices, den Elliot Smiths oder den Jack Johnsons des Pop-Business teilt. Männer mit sanften Stimmen, die Melodien schreiben für kalte ungemütliche Abende, welche einen einhüllen wie eine weiche kuschelige Decke und einen beschützen vor der manchmal bedrückend kalten Welt da draußen. Melodien, die einem noch lange im Gedächtnis und vor allem im Herzen bleiben werden. Christine Bulla



VÖ 03.04.09

Zur MySpace-Seite von The Late Call geht es hier.




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