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Reingehört: The Virgins, Kilians
Monday, 06 April 2009 01:00

The Virgings und die Kilians in der KritikJung, dynamisch, erfolgreich: Die Herren von The Virgins und den Kilians rocken die Bühnen, dass man sich wünscht, man hätte in früheren Jahren selbst eine Band gegründet. Sie lassen sich feiern, als gäbe es kein Morgen und das zurecht! Beweise hierfür liefern die beiden frisch gepressten Platten der Bands.

 

 

 

 

 

 

 

The Virgins in der Kritik: The VirginsThe Virgins: The Virgins

Hit me baby, one more time

VÖ 10.04.09

 

Man nehme: Elemente aus allen nur greifbaren Jahrzehnten der Popmusik, unterlege sie mit rotzigen Gitarren und lasse das Ganze von einem Frontmann begleiten, dessen Gesang schier an Verführung des Hörers grenzt - das sind The Virgins. Eine Gruppe, die der Bedeutung ihres Bandnamens durch wilde Songs wie She´s Expensive, Teen Lovers und Private Affair so überhaupt nicht gerecht wird, sondern vielmehr zu körperlichen Verrenkungen und ausgelassenen Tänzen verleitet.

Und genau das sollte man auch mit dem Debüt-Album der drei New Yorker machen. Ihre erste Single Rich Girls zählt schon jetzt zu den Tanzflächen-Füllern der Indie-Clubs und dabei soll es keinesfalls bleiben: Die Chancen auf Erfolg stehen momentan bestens, mussten die Jungs im Gegensatz zu vielen anderen Indie-Rockern nicht einmal ihre zweite Platte veröffentlichen, um bei den Radiostationen weltweit Gehör zu finden, gefragte Modeschauen zu begleiten und Serien-Soundtracks zu produzieren. Amerika ist eben doch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - auch für eine Indie-Boyband wie The Virgins. Nina-Carissima Schönrock

 

 

 

Kilians in der Kritik: They Are Calling Your NameKilians: They Are Calling Your Name

Und der zweite Streich folgt sogleich

VÖ 10.04.09

 

Die Kilians haben sie fertig, die schwierige, die heikle, die zweite Platte. Mit dem Nachfolger eines fulminanten Debüts ist es ja immer so eine Sache. Kann die Band ein weiteres Mal überzeugen, das selbstauferlegte Niveau halten, gar einen drauf setzen? Ehrlich gesagt hat die LAXMag-Redaktion lange Zeit nicht daran geglaubt, dass ein zweites Album der Kilians überhaupt zu Stande kommt. Schließlich haben die Jungs aus Dinslaken ihren Erfolg und das neue Leben als Rockstar gefeiert mit allem, was zum Rock'n'Roll-Leben eben so dazugehört... Und doch scheint sich das unendliche Touren mit Kill The Kilians ausgezahlt haben. They Are Calling Your Name ist tatsächlich ein erstklassiges Album und ein Bilderbuchnachfolger geworden!

 

Los geht's mit einer Liebeserklärung an die Heimatstadt, Hometown, mit beatigen Strophen und gitarrenschrammeligem Refrain. Daran schließt sich die erste Single Said & Done in feinster Rock'n'Roll-Manier mit Ohrwurmcharakter an. Legally Fly und You Should Be Thinking Of sind so rotzfrech und kilian-esk wie Enforce Yourself oder Fight The Start vom Debüt. Mit Who Will Win werden die Kilians etwas nachdenklicher und verlangen nach Sonne, mit She's So Tired schlagen sie melancholisch-schöne Töne an, aber schon bei Innocence hauen sie wieder ordentlich in die Saiten. Die Kilians haben es mit They Are Calling Your Name tatsächlich geschafft, sich selbst und ihrer Musik treu zu bleiben, sich ihre Rotzlöffel-Attitüde zu bewahren und gleichzeitig einen würdigen Nachfolger für Kill The Kilians vorzulegen, der sogar noch runder, fertiger und ausgewachsener klingt als das Debüt. Sollte ihnen gar der ganz große Coup gelungen sein, mit dem zweiten Album das Debüt zu übertrumpfen? Eva Deinert

 

 




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