| Reingehört: Moll Flanders, The Soundtrack Of Our Lives, Official Secrets Act |
| Wednesday, 22 April 2009 23:30 | |||
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Der längste Albumtitel VÖ: 08.05.09
Unter Literaturkennern ist Moll Flanders als Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Daniel Defoe bekannt. Aufgewachsen als armes Waisenkind, erlebt die gute Moll so ziemlich alle Höhen und Tiefen des Lebens, heiratet ein halbes Dutzend Mal (unter anderem unwissenderweise ihren Halbbruder), verdingt sich als Diebin und Hure und findet schlussendlich doch noch das große Glück.
Unter Musikkennern ist Moll Flanders als sechsköpfige schwedische Band bekannt, die nun unter der Regie von Friska Viljors Daniel Johansson ihr zweites Album eingespielt hat. If you can't understand what you don't understand bietet ähnlich viel Abwechslung wie das Leben der literarischen Moll Flanders, weist allerdings deutlich mehr Höhepunkte auf. Inhaltlich wird hier alles abgehakt, was das Leben jeden Tag so bietet: Erfüllte und unerfüllte Liebe, vergessene Valentinstage, erfüllte und unerfüllte Hoffnungen, Hypochondrie und Angst, und natürlich Spaß, Freundschaft und Musik.
Diese unterhaltsamen kleinen Geschichten werden in Folksongs verpackt, die klingen, als hätte Bruce Springsteen nach einem langen Urlaub an einem einsamen schwedischen See ein Album für die Rückfahrt nach Amerika geschrieben. Locker, flockig, poppig, mal fröhlich, mal melancholisch, aber immer perfekt arrangiert. Musik zum Autofahren und Glücklich-auf-der-Wiese-Liegen.
Das irritierendste Cover VÖ: 24.04.09
Schon das Plattencover wirft viele Fragen auf: Steht es symbolisch für die entspannte Musik, die den Hörer erwartet? Ist es vielleicht ironisch oder gar gesellschaftskritisch? Oder hat die Bildagentur einfach nur das Foto verwechselt und den Fehler zu spät bemerkt?
Die 25 Titel des Doppel-Albums Communion bringen leider auch nicht wirklich Licht ins Dunkel. Das neueste Werk von The Soundtrack Of Our Lives bewegt sich wie gewohnt zwischen Stoner-Rock und Folkpop. Entspannt gehen die Schweden dabei alle Mal zu Werke, manchmal jedoch so sehr, dass beim Hörer schon Langeweile aufzukommen droht. Viele Stücke auf Communion könnten tatsächlich auch bei der Kommunionsfeier des kleinen Bruders im Hintergrund laufen, und die Großtante würde beschwingt mit dem Fuß dazu wippen. Dann wiederum haben The Soundtrack Of Our Lives auf diesem Album ein paar grandiose Highlights versteckt, zum Beispiel Second Life Replay, das sich vom leisen Folksong langsam in ein psychedelisches Gitarren-Inferno steigert.
Hätte man sich bei der Songauswahl für Klasse statt Masse entschieden, wäre Communion wahrscheinlich ein abwechslungsreiches, interessantes, anspruchsvolles Album geworden. So aber erscheint das Doppelalbum wie der schlammgrüne Cocktail auf dem Cover: Einfach mal alle vorhandenen Zutaten zusammenschütten und hoffen, dass es jemandem schmeckt.
Die verbotenste gute Laune VÖ: 03.04.09 Darf man in Zeiten der Krise überhaupt noch Spaß haben? Wenn es nach Official Secrets Act geht: Ganz sicher! Während viele Bands derzeit ihren musikalischen Output an die wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen und wir von einer neuen Düsterrockwelle überrollt werden, beglücken uns die Herren aus Leeds mit einem Gute-Laune-Album, wie es lang keins mehr gab.
"And when summer comes we'll go to Paris or Rome/and when summer comes I will not be alone" heißt es zum Beispiel bei der Single The Girl from the BBC. Jawohl, Zuversicht statt Resignation! Oder auch: "Everything is better at the weekend and everything is better with a car/Everything is better with a girlfriend who is ten times cooler than you are" (So Tomorrow). Solche Texte machen einfach Freude. Erst recht, wenn sie in Form von wunderbar fröhlichen, ideenreichen Indiepop-Songs dargeboten werden. Ihre Inspiration scheinen Official Secrets Act dabei von Bands wie Blondie, den ganz frühen Depeche Mode, den Ramones und vielen mehr zu beziehen. Am Ende steht eine äußert gelungene, abwechslungsreiche Mischung, die mühelos das gesamte musikalische Spektrum von Synthiepop bis hin Jazz-Einflüssen umfasst, ohne dabei auch nur einmal unauthentisch oder angestrengt zu wirken.
Mit Little Bird und der Ballade A Head for Herod schleicht sich dann doch noch ein bisschen traurig-schöne Schwermut ein, aber irgendwie muss ja auch ein Ausgleich zur vielen guten Laune und ein Bezug zur nicht ganz so freudigen Gegenwart geschaffen werden. Bettina Koch
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!