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Spezial: Rock ist in
Tuesday, 21 August 2007 23:14

..und die Hände zum Himmel.... Unser Redakteur Dominik berichtet vom Leben und Sterben eines Musikstils und den Ängsten die damit verbunden sind, dass die seltsamsten Menschen nun auch rocken möchten.

HipHop ist tot - an sich keine schlimme Tatsache. Das erste Mal seit 30 Jahren sind die Plattenverkäufe rückläufig: von 2005 bis 2006 um 21 Prozent. Das ganze Bling-Bling vermisst aber vermutlich niemand, auch musikalisch hat sich der ach so innovative Hip-Hop in eine Sackgasse gerappt. Keine Neuerungen, nur Kopien, einfältige Videos und immer weitere Klamotten in denen immer dickere Menschen stecken. Dazu kommt, dass sich der Musikstil der Schwarzen selbst verraten hat. Conrad Keely, Mastermind von ...Trail of Dead, hat es auf den Punkt gebracht: „Früher war Hip-Hop da, um die Probleme der Gesellschaft zu zeigen. Heute ist Hip-Hop das Problem der Gesellschaft." Also setzen, Sechs und weg damit.

Aber was kommt danach? Naja, das ist kein großes Geheimnis und Rockmusik-Fans haben es schon längst bemerkt. Jetzt ist ihre Sparte dran. Die Charts sind voll damit, im Radio laufen Kaiser Chiefs, The Kooks und die Beatsteaks, Fernsehsender unterlegen ihre Wohn-Dich-Schön-Sendungen mit Franz Ferdinand-Loops und das schlimmste: Das gemeine Fußvolk mischt sich in unsere Clubs, Kneipen und auf Konzerte. Die FC-Bayern-Fans der Popmusik - was gerade ganz weit vorne steht ist toll. Eben Leute, die sonst nie auf Festivals waren, nie hinpassen und man am liebsten von Pete Doherty oder meinetwegen auch Ben Tewaag (okay, schlechter Vergleich aber wenn es jemand machen würde, dann er) hinausprügeln lassen würde.

Natürlich klingt das arrogant, hat aber eher was mit Angst zu tun. Man betrachte nur das letzte Big Thing aus der Rock-Ecke, nämlich Grunge. Nirvana machten in Sex Pistols-Manier zwei Jahre eine ganze Generation verrückt und sorgten für etliche miese Nachahmer. Mal ehrlich: Haben Soundgarden, Pearl Jam oder Alice in Chains mehr als eine Hand voll gute Lieder veröffentlicht? Egal, auf jeden Fall wurde Grunge ausgeschlachtet und mit einer Ladung Schrotkugeln war der ganze Spuk vorbei. Nur leider zu lange!

Wo waren die Innovationen der Neunzigern? Der Rock war verschwunden. Ich erinnere mich an ein tiefes musikalisches Loch, an Weichspüler-Pop und Eurodance. Meine Verzweiflung nötigte mich dazu, eine elektronische Wanderung zu unternehmen. Auch wenn das eine schöne Erfahrung war sind wir glücklicherweise im neuen Jahrtausend wieder beim guten alten Rock gelandet. Aber was kommt nach den Stripes und Strokes? Wird sich die Geschichte wiederholen? Muss ich wegen Übersäuerung oder Bleivergiftung wieder eine andere Musikrichtung für mich entdeckten?

Es gibt eine Studie die besagt, dass Menschen mit 28 ihre Musik gefunden haben und sich der Geschmack nicht mehr ändert. Verdammt, genauso alt bin ich. Nach dem Rock muss was ganz neues kommen, denn ich will kein Jazz hören! Nein, niemals. Let there be Rock! Dominik Hoferer




Wat 2011-01-31 21:39:59

unglaublich, hat sich dieser Herr jemals mit den Platten von Pearl Jam,
Soundgarden oder Alice in Chains befasst?
Und was ist mit Oasis?
lächerlich
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