| Kaiser Chiefs + Get Well Soon: München |
| Tuesday, 23 June 2009 14:29 | |||||||||||||||||||
Melancholie und gute Unterhaltung hatten Get Well Soon und die Kaiser Chiefs am Montagabend auf dem Tollwood in München dem Regen entgegenzusetzen. Sara vom LAXMag über ein Konzert von zwei Bands, die unterschiedlicher nicht sein könnten.Draußen scheint gerade ein wenig die Welt unterzugehen - es donnert, und der Regen prasselt in Strömen auf das große Tollwood-Musikzelt. Drinnen stört sich daran niemand. Die anwesenden Gäste - sowohl sehr junge als auch etwas ältere Semester sind zahlreich vertreten - scheinen bestens gelaunt zu sein, und aus den vorderen Reihen sind schon früh die ersten "Kaiser Chiefs"-Sprechchöre zu vernehmen. Um kurz nach sieben betritt Konstantin Gropper alias Get Well Soon mit seiner siebenköpfigen Band die Bühne. Wie das Debütalbum Rest Now, Weary Head, You Will Get Well Soon, wird auch das Set stilecht mit Prelude eröffnet. Live wie auf Platte kann man sich von den nun folgenden Songs, ausgeschmückt mit Geige, Bläsern, Akkordeon und Glockenspiel, an einem Regentag wie diesem gut in andere Gefilde entführen lassen - oder sich in der Melancholie verlieren. All dies natürlich nur, wenn man der Band die gebührende Aufmerksamkeit schenkt und nicht nur ungeduldig auf den Hauptact wartet. Das Publikum scheint sich ein wenig zu spalten. Hier und da sieht man andächtig Lauschende oder auch selig lächelnde Gesichter. Andere sind sichtlich unzufrieden mit dem mangelnden "Abgeh-Faktor" von Get Well Soon und tun dies leider auch unverblümt kund. Sie müssen ein wenig leiden - denn die Band scheut sich glücklicherweise nicht, auch das wunderschön zerbrechliche Good Friday vom Soundtrack des Films Palermo Shooting oder das sehr ruhige We Are Safe Inside While They Burn Down Our House zum Besten zu geben. Versöhnlich gestimmt wird das Publikum mit zahlreichen lauteren und schnelleren Songs. Auch wenn die Melodien von Get Well Soon in der großen, nicht ganz vollen Musikarena ein wenig verhallen, zeigt dieser Auftritt gleichwohl, dass die Band mit großen Bühnen durchaus umzugehen weiß. Zwischen den Liedern scheinen die Musiker zwar fast ein wenig verlegen, musikalisch aber füllen sie den vorhandenen Platz mit ihrer Bühnenpräsenz voll aus und lassen sich hierbei durch nichts beirren. Für Get Well Soon wird es nicht das letzte Konzert in dieser Größenordnung gewesen sein, und wer hier nicht zugehört hat, hat wirklich etwas verpasst. Nach einer etwas zu langen Umbaupause, in der die Fans in den vorderen Reihen schon merklich ungeduldig werden, heißt es dann Vorhang auf für die Kaiser Chiefs. Die Band aus Leeds betritt die Bühne und lässt sich erst mal ausgiebig bejubeln, bevor sie ihr Set eröffnet. Frontmann Ricky Wilson verausgabt sich vom ersten Song an, wirbelt über die Bühne, feuert die Fans an und hat sichtlich Spaß an der Sache. Das Publikum auch - es wird gehüpft, geklatscht und mitgesungen, und als Ricky Wilson auf den Wellenbrecher klettert und sich ins Publikum neigt, strecken sich ihm zahlreiche Hände entgegen. Die Setlist der Kaiser Chiefs variiert stark zwischen älteren und neueren Songs, und das ist auch gut so. Denn leider wird bald deutlich, dass die Stücke von der dritten Platte Off With Their Heads auch live nicht so richtig zünden wollen. Lieder wie Can't Say What I Mean oder auch die Erfolgssingle Never Miss A Beat werden vom Publikum zwar wohlwollend aufgenommen, es wird auch brav mitgeklatscht - aber so ein Feuerwerk wie der Superhit Ruby oder die Kracher von der ersten Platte Employment vermögen sie nicht zu entzünden. Nichtsdestotrotz bieten die Kaiser Chiefs einen engagierten und soliden Auftritt. Zwischen den Songs wird ausgiebig und manchmal auch in bruchstückhaftem Deutsch mit den Fans kommuniziert, und bei Take My Temperature, einer B-Seite aus vergangenen Tagen, spurtet Ricky Wilson quer durch das Zelt und erklimmt ein Metallgestänge. Von dort aus heizt er die Stimmung an und klatscht sich letztendlich mit dem oben sitzenden Lichttechniker ab, der schon eine ganze Weile kräftig in seinem Sitz mitgewippt hat. Nach drei Zugaben verabschieden sich die Kaiser Chiefs letztendlich mit dem sehr in die Länge gezogenen Oh My God und entlassen ein zufriedenes Publikum in den nur noch leicht plätschernden Regen. Vereinzelt sieht man verschwitzte und erschöpfte Fans, ein wenig warmgetanzt dürften sich die meisten haben. Wer gute Unterhaltung wollte, hat diese bekommen - und das schlechte Wetter durfte für eine Weile draußen bleiben. Sara Haußleiter (22.06.2009)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!