| Primal Scream: München |
| Thursday, 09 July 2009 20:23 | |||
Ganze neun Jahre ist es her, dass Primal Scream sich zum letzten Mal auf den Weg nach München gemacht haben. Seitdem haben die Mannen um Bobby Gillespie in ungewöhnlich stabiler Besetzung drei grandiose Album aufgenommen und mit Country Girl sogar einen Top-Ten-Hit gelandet. Mit ihrem neuesten Werk Beautiful Future waren Primal Scream gestern endlich wieder im Backstage zu Gast. LAX-Redakteurin Tina hat sich die schottische Urschrei-Therapie natürlich nicht entgehen lassen.Mit Bobby Gillespie verhielt es sich früher ähnlich wie mit Pete Doherty: Kommt er? Kommt er nicht? Wenn ja, fällt er zugedröhnt um oder oder wird er nur ausfallend? Inzwischen ist der Primal-Scream-Frontmann jedoch wohl seit einigen Jahren clean, und auch an diesem Abend im Münchner Backstage ist er offenbar einfach nur gut drauf. Ganz jung sind die Herren auf der Bühne ja alle nicht mehr. Aber das ist bei Rocklegenden bekanntlich meistens so. Gut gehalten haben sie sich allemal, vor allem Gillespie und Bassist Mani überzeugen durch nonchalantes Stage-Acting in bester Rolling-Stones-Manier. Besonders hervorzuheben ist hierbei die stilistische Perfektion von Bobby Gillespie, dessen schwarzes Glitzer-Shirt perfekt auf Darren Mooneys schwarzes Glitzer-Schlagzeug abgestimmt ist. Noch cooler geht's nicht! Zugegebenermaßen hätte man erwartet, dass die Rückkehr einer der prägendsten Bands der modernen Rockmusik etwas begeisterter gefeiert wird. Tatsächlich ist das Backstage aber bestenfalls zu zwei Dritteln gefüllt. Eine kurze Analyse des Publikums ist allerdings recht aufschlussreich: Da gibt es die alten Stoner-Rocker, ein paar Acid-House-Fans, die immer noch den Zeiten nachtrauern, als Mani mit seinen Stone Roses die legendäre Hacienda in Manchester gerockt hat, und ein paar Kids, denen der Name Primal Scream frühestens seit Riot City Blues aus dem Jahr 2006 ein Begriff ist. Doch für sie alle wird etwas geboten. Von den eher psychedelischen Titeln der Anfangstage Ende der Achtziger über die Electroclash-Experimente von XTRMNTR und Evil Heat bis hin zum Poprock der neueren Alben spielen Primal Scream live einen 80-minütigen Querschnitt durch ihre gesamte musikalische Karriere. Bobby Gillespie tanzt und springt dazu lässig-elegant über die Bühne, die Stoner schütteln versonnen ihre Mähnen, die Acid-Chicks in der ersten Reihe feiern ihre ganz eigene Rave-Party, und die Kids betrachten mit großen Augen fasziniert das Geschehen. Schade nur, dass der Sound in der Halle teilweise eine Lautstärke erreicht, die selbst von den Angestellten einer Raketenabschussbasis als unerträglich eingestuft werden würde. Unterlegt wird das Toninferno mit einer beeindruckenden Light-Show, die zwar vermutlich epileptische Anfälle auslösen kann, den hypnotischen Effekt der Primal-Scream-Songs aber meisterhaft verstärkt. Mit immer noch dröhnenden Ohren und blitzenden Punkten vor den Augen bleibt am Ende nur zu hoffen, dass es nicht wieder Jahre dauert, bis in München das nächste Mal generationsübergreifend "Get your rocks off, get your rocks off, honey" skandiert wird. Bettina Koch (08.07.09)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!