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Lenka: München
Sunday, 20 September 2009 23:20
lenka.jpg Lenka, die Australierin mit dem strahlenden Lächeln, entführt im Münchner Atomic Café ihr Publikum auf eine Reise in ihre poppig-fröhliche Welt. Tine vom LAXMag war für euch dabei.



Der Support Oh, Napoleon ist eine recht junge neue Band aus Krefeld. Vier Jungs an Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboard und Sängerin Katrin Biniasch mit einer sanften und doch starken Stimme spielen melancholich schönen Pop im Stil der Cardigans oder der Corrs und veröffentlichen die Tage ihre erste EP - und werden damit Labelkollegen der Sportfreunde Stiller.

 

Eingestimmt auf eine Frau am Mikrofon, zeigt sich das Publikum beim Besetzungswechsel auf der Bühne besonders begeistert: Im schwarzen Trägertop mit Glitzergürtel und weiß-schwarzem Petticoat kommt Lenka Kripac auf die Bühne. Den braunen Pony knapp bis über die Augen, die sie glitzernd betont, baumeln ihr große silberne Eulen von den Ohren. "Hi, wie geht's?" begrüßt sie ihr Publikum auf deutsch und wünscht allen erstmal ein "Happy Oktoberfest". Tja, dem kann in München wohl zu dieser Zeit keiner entgehen.

Ihre Show eröffnet sie mit Trouble Is A Friend, kokettiert mit ihrem Augenaufschlag, bewegt sich leicht zum 60er-Jahre-Beat des Openers und verkörpert so vollständig das Image des kleinen süßen Popmädchens. Begleitet wird sie von Bass, Gitarre, Keyboard, Trompete und einer Schlagzeugerin. Sie selbst wechselt mehrmals mit dem Keyboarder den Platz und beweist, dass sie nicht nur schön singen, sondern auch gut spielen kann. Wie zum The Zombies Cover The Way I Feel Inside.


Einer ihrer Keyboarder, der auch Trompete spielt, ist eine Nummer für sich. Mit seinen unglaublich wilden Locken, der schwarzen verspiegelten Sonnerbrille und dem Anzug stiehlt er der Sängerin fast die Show. Während den Songs tanzen sie oft zusammen, überhaupt ist die Stimmung zwischen den Bandmitgliedern sehr freundlich, alle lächeln, spielen sich zu, singen fast alle Songs (auch ohne Mikrofon) mit.


Lenkas Songs strahlen alle eine fröhliche Leichtigkeit aus, werden aber leider auf Dauer zu einer eintönig-seichten Masse, die nur von einigen wenigen Balladen und einem wegen technischen Schwierigkeiten erzwungenen A Capella-Song durchbrochen wird. Selbst Themen wie Heimweh, Liebeskummer und andere Ängste verwandelt Lenka mit ihrer Art in etwas scheinbar Positives, macht aus "sad songs" dann doch "dance songs". Wie bei The Show: "I'm just a little girl lost in the moment, I'm so scared but I don't show it" singt sie da, am Ende stimmt das ganze Publikum mit ein. Zeige es also nicht, wenn es dir schlecht geht, lache lieber, scheint ihr optimistisches Lebenskonzept zu sein.

 

Ein weiteres Geheimrezept ihrer authentischen Fröhlichkeit sei es, niemals das Kind in sich zu vergessen, wie die 31-Jährige zum Ende des Konzerts passend zum Song We Will Not Grow Old verrät. Das hat sie auch auf dem Konzert im Atomic Café in Perfektion präsentiert, kommt sie doch zur Zugabe hüpfend wie ein Häschen auf die Bühne zurück. Christine Bulla

 

Hier könnt Ihr das Video zum Konzert anschauen

 

(20.09.09)




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