| Friska Viljor: München inkl. Klugschiss! |
| Tuesday, 17 November 2009 22:45 | ||||||||||||
Daniel Johansson und Joakim Sveningsson sind Friska Viljor, zwei Schweden, die berauschenden Folk-Pop fabrizieren, der Räusche jeglicher Art lebt, thematisiert, und befürwortet - und für Rauschzustände alkoholischer und/oder euphorischer Natur bestens geeignet ist.
Friska Viljor haben aus Schweden gleich zwei Supports mitgebracht: William the Contractor und Lena Malmborg. Das nur fürs Protokoll, denn eine nähere Ausführung lohnt in beiden Fällen nicht. Schade ums Papier, würden wir sagen, wenn das LAXMag ein PrintMag wäre.
Friska Viljor hingegen sind mal wieder nur schwer in Worte zu verfassen: Ihre unverwechselbare Musik - bestehend aus Blödelsongs und Trinklieder, die auf Melancholie, Weltschmerz, Tod und Liebe treffen und mit dem richtigen Quäntchen Humor das Ganze in gnadenlose Euphorie auflösen - ist erst live in ihrer ganzen Genialität zu begreifen. Um ihre "Kindermusik mit erwachsenen Texten" - wie sie selbst so schön sagen - zu erzeugen, durften natürlich Mandoline, Ukulele und Melodica sowie eine tanzfreudige Band nicht fehlen. Die Frage allerdings war: Können die Schweden die bekanntlich ziemlich zurückhaltenden Münchner aus der Reserve locken und das Kind in ihnen wecken, das völlig unbekümmert tanzt, lacht und singt? Der Einstieg in den Abend war mit dem Opener des neuen Albums For New Beginnings Daj Daj Die gemacht, doch dann folgte eine bunte Mischung aus Songs der aktuellen Platte - Hey You, People Are Getting Old, Sunny Day - und des ersten Albums Bravo! und des zweiten Tour de Hearts. Auch wenn If I Die Now von For New Beginnings eine ganz typische Friska Viljor-Kombination - Todesthematik ("The long and cold end comes close") trifft auf Partysound - ist, waren es doch die Klassiker wie Old Man, Oh No, The Cure und On and on (alle von Tour de Hearts) und Gold, Four Points und natürlich Shotgun Sister in der We Are Happy Now-Version (von Bravo!), die nach und nach die unterkühlten Münchner auftauten. Die anfängliche skeptische Zurückhaltung wich ekstatischen Körperzuckungen und begeisterten Jubelrufen. Schneller als das Schweinegrippevirus breitete sich die Verzückung von vorn nach hinten aus. Und bald konnte das Publikum nicht mehr genug bekommen und wollte kein Ende dieses Konzertes hinnehmen. Eine Zugabe-Runde war nicht genug! Trotzig stimmten die Fans I Gave My Life an und sangen in Dauerschleife immer wieder: "I gave my life/For the people that I liked/It concerns everyone/Cause their lives has just begun" Irgendwann stimmte der Drummer begeistert ein und begleitete die Fans auf dem Schlagzeug. Danach gab es noch eine Zugabe und als es dann immer noch nicht genug war, kamen Daniel Johansson und Joakim Sveningsson ein letztes und drittes Mal auf die Bühne und spielten nochmals Shotgun Sister in der Akustik-Version, bis sie ihre Musiker auf die Bühne baten um ein allerletzes Mal ordentlich die Sau rauszulassen. Projekt geglückt: Friska Viljor live - der beste Kindergeburtstag auf Erden!
Und zum Schluss noch der obligatorische Klugschiss:
Wer sich bisher den Songtitel Arpreggio, der natürlich auch zum besten gegeben wurde, nie merken konnte, dem hilft vielleicht folgende Erklärung dabei: Ein Arpreggio ist eine besondere Form des Akkords. Bei einem Akkord werden mehrere Töne gleichzeitig gespielt, etwa indem am Klavier oder Keyboard mehrere Tasten gleichzeitig angeschlagen werden, die dann einen (Mehr-)Klang ergeben. Bei einem Arpreggio erklingen also die Töne des Akkords nicht gleichzeitig, sondern sehr schnell nacheinander. Diesen Effekt kann man selber spielen, aber da die Abfolge der Töne wirklich sehr schnell ist, übernimmt z.B. am Synthesizer der sog. Arpreggiator diese Funktion. Er löst den Akkord auf und spielt alle Töne der Tasten, die angeschlagen sind, nacheinander ab - beginnend mit dem tiefsten bis zum höchsten oder umgekehrt oder immer wieder alle auf und ab oder im Random-Modus. Ein solches Arpreggio kann man auch in dem gleichnamigen Friska-Viljor-Song raushören. Ein anderes Bilderbuchbeispiel für ein Arpreggio bzw. den Einsatz eines Aprregiators ist Starlight von MUSE. In dem Refrain des Songs fegt Matthew Bellamy im Hintergrund (genau hinhören!) scheinbar in Lichtgeschwindigkeit über die Tasten seines Keyboards: hoch, runter, hoch, runter, hoch,runter, immer diese eine Abfolge, die einen ganz schwindelig macht, so schnell ist sie. Doch das ist er gar nicht selbst! Er hält einfach den einen Akkord und lässt den Arpreggiator die Arbeit machen, die dann so virtuos klingt. Eva Deinert
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |








Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!