| Helgi Jonsson: München |
| Thursday, 26 November 2009 18:34 | |||
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Viele isländische Künstler haben ein gewisses unnahbares Klischee geprägt, so hat man auch zunächst von Helgi Jonsson den Eindruck, dass er diesem entspricht. Selbst bei der Vorband kann man dieses Phänomen beobachten. "This is a lovesong...erm...a torturesong", sagt die Isländerin Ragga Gröndal zwischendurch an, und man weiß selbst nicht genau, ob man eher Liebe oder Qual verspüren soll. Der sie begleitende Gitarrist ist wirklich gut, Stimme und Darbietung von Ragga sind bemerkenswert, doch die isländischen Volkslieder, die am Ende des Auftritts gespielt werden, muten dem Publikum teilweise dann doch etwas zu expressionistisch an. Es ist kurz nach 22 Uhr und das bunt gemischte Publikum im Atomic Café gibt sich sehr entspannt seiner Vorfreude auf den Hauptact hin. Viel scheint der Isländer nicht zu benötigen, wenn man die Bühne betrachtet. Wenn man die Songs von Helgi Jonsson kennt und liebt, weiß man auch, dass es größtenteils seiner Stimme bedarf, die so wunderschön klagt und Bilder von unendlicher Weite in die stickigen Räume des Nachtclubs trägt. Dabei kommt es primär gar nicht auf die Texte an, die teilweise sowieso in seiner Muttersprache gehalten sind und auch in der englischen Übersetzung den unverwechselbaren Klang der isländischen Sprache beibehalten. Stimmt Helgi Songs wie Make Me Fall oder Ashes Away an, wird seine Stimme zum Instrument, die einen selbst in eine Zwischenwelt mitreißt, in der man nicht weiß, ob man selig lächeln oder weinen soll, da sie gleichermaßen Geborgenheit und Sehnsucht vermittelt. Sowohl Publikum als auch die Band sind begeistert, Helgi bedankt sich immer wieder und beteuert, dass es ihm eine große Freude ist, dort auf der Bühne zu stehen. Anfangs noch in zurückhaltenden Englisch, später überrascht er, dem Klischee widersprechend, den unwissenden Hörer und lässt hingegen Fans wissend grinsen, wenn er seine Ansangen in seinem sympathischen österreichischen Slang zum Besten gibt. Dem früheren Wahl-Grazer "taugt des voll" Digging Up A Tree zu spielen, seinen Rock-Song, wie er selbst sagt und vereinzelt werden im Publikum, gleichermaßen von männlichen wie weiblichen Fans, hörbar Heiratswünsche erweckt. Takk fyrir - wie der Isländer zu sagen pflegt - für diesen wunderschönen Abend. Florian Tenk
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Die Isländer scheinen ein paradoxes Völkchen zu sein. Den typischen Isländer stellt man sich gern von Rauhreif umweht am Vulkanrand spazierend vor, denn anders kann man sich diese andersartige, mystische Kreativität oft nicht erklären. Die Tatsache mag schockierend sein - aber Helgi Hrafn Jonsson vereint in seinem Bühneprogramm seinen verschmitzen Humor, tiefgehende Lyrik, Ansagen in tiefstem Grazer Dialekt und präsentiert anschließend trotzdem Lieder voller Wehmut, dass es schon wieder eine wahre Freude ist.






Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!