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Kristofer Åström and The Rainways: München
Wednesday, 16 December 2009 11:27

Kristofer Åström in MünchenDer Schwedenimport Kristofer Åström kehrt nach zwei Jahren ins Atomic Café zurück. Mitgebracht hat er The Rainways, drei Herren die an Gitarre, Bass und Schlagzeug den Musiker begleiten und den Abend zu einem sehr rockigen werden lassen. Wer Folk-Pop erwartete, wurde jedoch bitter enttäuscht.

Das Atomic hat sich für Kristofer Åström rausgeputzt: Der obligatorische Glitzervorhang des Atomic ist hinter einer kitschigen Landschaftsdarstellung versteckt. Vor dem untypischen Hintergrund eröffnet Therese Johansson von der Band Lowood das Konzert. Allein mit ihrer E-Gitarre singt die ebenfalls aus Schweden stammende Musikerin vor allem melancholische Titel von endender Liebe. Kristofer Åström betritt das erste Mal bereits während des Vorprogramms die Bühne und trägt im Duett mit Johansson eine ruhige Nummer vor. Die fantastisch tiefe und beruhigende Stimme des Schweden vermag sofort zu fesseln. Man genießt den Moment, ohne zu wissen, dass während des nun folgenden Auftritts Åströms Stimme meist unter zu viel Instrumentierung verschwinden wird.

Kristofer Åström und The Rainways starten rockig und bleiben es bis zur Zugabe. Der zu Beginn sehr zurückhaltend und verschlossen wirkende Musiker wird während des Konzerts lockerer, beginnt mit dem Publikum zu sprechen und findet sein Lächeln, insbesondere bei Duetten mit Therese Johansson, die während des Konzerts den Hauptact immer wieder stimmlich begleitet.

Leider stellt man schon nach wenigen Titeln fest: Kennt man eins, kennt man alle - so gleichförmig floss die Musik dahin. Keine Frage, alle vier Männer beherrschen ihre Instrumente hervorragend, insbesondere muss der Gitarrist erwähnt werden. Trotzdem fehlt das Gefühl, die Abwechslung; Åströms Stimme, die im Mittelpunkt stehen sollte, wird zu oft lautstark überspielt.

Etwas ruhiger wird es dann mit der ersten Zugabe The Wild die zu begeistern vermag, ist es doch die erste wirkliche Abwechslung des Konzerts. Doch dabei soll es dann auch bleiben. Die folgenden beiden Zugaben sind so wie alles zuvor gehörte: Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren spielen um die Wette und irgendwo ist dann auch Åströms Stimme zu hören. So bleibt am Ende nichts, außer das Warten und Hoffen auf das nächste Kristofer Åström Konzert in München. Text: Rebekka Schwarz, Fotos: Florian Tenk

 

 




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