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Leo Can Dive / Die Mannequin: München
Monday, 24 September 2007 13:24
Leo Can DiveLeo Can Dive spielten am 23.09.07 als Support für Die Mannequin in München und bewiesen einmal mehr, dass mit ihnen in nächster Zeit aufm Markt noch zu rechnen ist.

 

In der Sonnenstraße 27 befindet sich ein kleiner, neuer Club namens 59:1. Noch nie gehört? Kein Wunder, denn Werbung machen die nicht. Dennoch sollte man sich ab und zu mal informieren, was da so geht, denn die lauschige, rot-schwarze Atmosphäre ist doch recht einladend, ebenso die Bands, die dort auffahren, z.B. kommen am 3.10. Biffy Clyro. Freunde des Atomic Cafés werden sich dort mit Sicherheit wohlfühlen.

 

Leo Can DiveSchade allerdings war, dass sich aus eben genanntem Grund der Club nicht so recht füllen wollte. Vielleicht lag's auch am Wies'n-Beginn und dem sensationellen Spätsommerwetter. Als das Ganze auf immerhin überschaubare 70 Gäste angewachsen war, starteten Leo Can Dive ihr Konzert. Trotz der großen, ungefüllten Tanzfläche rockten die vier Duisburger, was das Zeug hielt. Und nachdem Sänger Matthias vorschlug, dass die Anwesenden doch etwas nach vorn kommen könnten, bewegten sich auch ein paar Hüften im Rhythmus der Musik. Dennoch ist es schade, dass der Club nicht voller war. Sicher wäre die Stimmung auch besser und die Menschen tanzwütiger gewesen. Denn eigentlich muss so eine Band wie Leo Can Dive gewürdigt und gefeiert werden: Emo-Girl, Bored und Stereo sind unschlagbare, energische Live-Songs, die das Potential hätten, große Menschenmassen zum Pogen zu bringen.

 

Nach Leo Can Dive betraten Die Mannequin aus Toronto die Bühne. Und genauso punkig wie die Frisur der Frontfrau Care Failure war dann die Musik. Viel Show, viel Krach und viel Energie. Auch Die Mannequin bemühten sich die Anwesenden in Schwingung zu bringen. Dazu sprang Care Failure auch von der Bühne und stellte sich einfach mitten rein oder sprang auf die Bar zum Gitarre schrammen oder robbte über die Tanzfläche. Für die Show war es natürlich praktisch, dass nicht so viele Menschen anwesend waren, so konnte Care Failure raumgreifend und wild rumspringen, obwohl es ihr zuzutrauen ist, dass sie sich auch bei 700 Leuten so frei und teilweise brutal durch das Publikum während des Konzertes bewegen würde.

 

Die MannequinUnd sie lenkte etwas von der nicht so überzeugenden Musik ab. Der Höhepunkt ihrer Show war erreicht, als sie eine Bierflasche von der Bühne warf, ihr Bassist das Schlagzeug umwarf um dann auf dem Rücken liegend seinem Bass die letzten Töne abzuzwingen, während die Sängerin vor der Bühne niederkauerte und die Gitarre bearbeitete. An diesem Punkt war es Zeit zu gehen. Ok, Instrumente kaputt machen gehört vielleicht zu Punkrock wie bunte Strümpfe, fancy Frisen und zerrissene Jeansfetzen am Leib, aber angesichts des gerade mal zu einem Viertel gefüllten Clubs und der dementsprechend zurückhaltenden Stimmung war das dann doch etwas zu übertrieben.(Eva Deinert)


(23.09.2007)




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