| Southerly im Portrait |
| Tuesday, 16 February 2010 11:03 | |||
Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass man Portland/Oregon inzwischen getrost als Haupstadt der US-amerikanischen Independent-Musikszene bezeichnen darf. Zahlreiche fantastische Künstler wie Elliott Smith, The Decemberists, The Shins oder die zuletzt auch über Indie-Kreise hinweg erfolgreichen Gossip sind in der nordwestamerikanischen Metropole beheimatet. Doch auch abseits der großen Namen gibt es immer wieder musikalische Kleinode zu entdecken. So etwa Southerly, Bandprojekt des multitalentierten Krist Krueger, das Sara vom LAXMag für euch unter die Lupe genommen hat. Wie so viele Bands startet auch Southerly als Ein-Mann-Projekt: Schon im Jahr 2001 beginnt Krist Krueger, damals noch wohnhaft in Madison/Wisconsin, seine eigenen Songs zu schreiben und aufzunehmen. 2004 veröffentlicht er sein Debütalbum Best Dressed and Expressionless. Erst 2006, nach dem Umzug nach Portland, sucht sich Krueger in der dortigen Musikszene Mitstreiter, darunter namhafte Musiker wie Ryan Heise von System and Station, um Southerly zu einem siebenköpfigen Bandprojekt aufzustocken. Es folgen erste Live-Auftritte mit Künstlern wie Laura Veirs und Sufjan Stevens. 2009 schließlich erscheint mit Storyteller & The Gossip Columnist das erste Album im Bandkontext. Die Platte produziert Krist Krueger, seines Zeichens selbst geübter Tontechniker, zusammen mit keinem Geringeren als Robert Bartleson, der auch schon mit Wilco aufnahm. Auch sonst gibt Krueger, der selbst ein Label und eine Booking-Agentur gründete und betreibt, ungern das Heft aus der Hand. Es sei ihm wichtig, auf alle Aspekte seiner Musik Einfluss zu haben, lässt er verlauten. Sinniert man über die eigentliche Bedeutung des Wortes "Indie" (= unabhängig), so kommt man zu dem Schluss, dass es sich hier um einen Musiker handeln muss, der diese Philosophie wohl in ihrer ursprünglichsten Form verkörpert. Denn wie sonst lässt sich die absolute künstlerische Freiheit besser sicherstellen? Den Songs von Southerly hört man das Herzblut, das Krist Krueger auf jeder Ebene in sein Projekt gesteckt hat, deutlich an. Was zuerst wie typischer nordamerikanischer Indie-Folk-Pop daherkommt und dem Gehörgang durch seine Eingängigkeit schmeichelt, entblättert bei jedem Durchlauf eine weitere Schicht faszinierender, tiefgängiger, ja orchestraler Arrangements. Mit großer Liebe zum Detail und gutem Gespür für interessante Melodien erschafft der Southerly-Chef wahre Songperlen wie etwa Soldiers: Dezent mit leisen Klavierklängen beginnend, steigert sich die Melodie zu einem tatsächlich symphonischen Refrain, getragen von Streichern und Chorgesängen. Oder Close to the Crime, bei dem die Lyrics, vorgetragen zu einer in klassischer Singer-Songwriter-Manier gezupften Gitarre, nur den Rahmen für das Instumental-Inferno in der Mitte des Stückes bilden. Trotz aller Vielseitigkeit und Opulenz stehen Gesang und Text aber dank der charakteristischen, eindringlichen Stimme Krist Kruegers nie im Hintergrund. Zu gerne möchte man Southerly zu guter Letzt doch irgendeinen musikalischen Stempel aufdrücken. Aber das funktioniert einfach nicht. Die Gitarren sind stellenweise ein wenig zu laut für Folk, die Melodien zu schmeichelnd für Indie, die Instrumentierung zu sensibel für Rock und alles zusammen ein wenig zu komplex für das Prädikat Pop. Es handelt sich ganz einfach um durchdachte, vielschichtige und dennoch wunderhübsch anzuhörende Musik, die sich nicht abnutzt, sondern im Gegenteil immer wieder aufs Neue zu begeistern weiß. Sara Haußleiter Reinschauen: Southerly - Soldiers Pop-Up Krist Krueger von Southerly ist im Februar / März 2010 als Support von Kevin Devine & The Goddamn Band in Europa unterwegs: 18.02.2010 - Amsterdam (NL), Nieuwe Anita 19.02.2010 - Münster, Amp 20.02.2010 - Bochum, Untergrund 21.02.2010 - Giessen, MuK 22.02.2010 - Stuttgart, Schocken 23.02.2010 - Wiesbaden, Schlachthof 24.02.2010 - Hamburg, Uebel & Gefährlich 25.02.2010 - Osnabrück, Kleine Freiheit 26.02.2010 - Erfurt, Engelsburg 27.02.2010 - Magdeburg, Projekt 7 01.03.2010 - Zürich (CH), Hafenkneipe 02.03.2010 – Freiburg, White Rabbit 03.03.2010 - Luxembuorg (LUX), Dqliq 04.03.2010 - Weinheim, Cafe Central 05.03.2010 - Erlangen, E-Werk 06.03.2010 - Köln, Werkstatt 07.03.2010 - Berlin, Bang Bang Club 08.03.2010 - Würzburg, Posthalle 09.03.2010 - München, Orangehouse 10.03.2010 - Wien (A), B72
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!